Energieagentur.NRW

  • Netzwerk Bergbauwirtschaft der EnergieAgentur.NRW

    Die EnergieAgentur.NRW, Düsseldorf, hat ihre Arbeit zum Ende des Jahres 2021 eingestellt. Die EnergieAgentur hat über Jahre unterschiedliche technische, verfahrenstechnische, ökonomische und umweltrelevante Themen aus der Bergbauwirtschaft in gemeinsamer Diskussion vorgestellt und dabei zunehmendes Interesse auch von ausländischen Betreibern und Kunden erfahren. Damit hat sie sich vor dem Hintergrund der hohen Exportabhängigkeit unseres Landes von mineralischen Rohstoffen, aber auch der der Dienstleister sowie Maschinen- und Anlagenbauer besondere Verdienste erworben. Die EnergieAgentur ist auch in Zukunft unter dem Dach der EE Energy Engineers GmbH mit der Aufgabe der Koordination des Bergbaunetzwerks und dem Thema Bergbau- und Rohstoffwirtschaft betraut und betreut das Projekt „Unterstützung der Energie- und Klimaschutzziele des Landes Nordrhein-Westfalen im Bereich nachhaltige Rohstoffsicherung“ im Auftrag der In4Climate GmbH, einem Projekt des Landes NRW. (Si.)

  • Afrika Workshop beim Netzwerk: „Do it better!“

    Nachdem 400 Teilnehmende – Unternehmer aus Deutschland und Afrika – beim 6. Deutsch-Afrikanischen Wirtschaftsforum NRW am 18. Februar 2020 in Dortmund mit vielen Querschnittsthemen einen Besucherrekord erzielt hatten, fand am 4. März 2020 beim Netzwerk Bergbauwirtschaft der EnergieAgentur.NRW, Düsseldorf, am Standort Wissenschaftspark in Gelsenkirchen ein konkret ausgelegter Workshop statt (Bild 1). Eine exzellente Networking-Plattform, um anhand von praktischen Beispielen erfolgreiche Geschäftslösungen für Afrika aus deutscher Sicht zu präsentieren und neue Kontakte zu knüpfen. Das Afrikageschäft wird aktuell sowohl durch das afrikanische Freihandelsabkommen als auch die neuen deutschen Programme wie Afrika.CONNECT begünstigt. Werden Öl, Gas, Gold und Bauxit weiterhin den Rang Afrikas im Welthandel bestimmen, fragte in Dortmund Michael Blank, Delegierter der Auslandshandelskammer (AHK) Ghana: „Oder sind Informationen – Daten – der Rohstoff der Zukunft? Die Digitalisierung hat Afrika auf jeden Fall mehr gebracht als die letzten 50 Jahre Entwicklungshilfe.“ Der Rohstoffsektor und auch die Digitalisierung waren für die über 30 Teilnehmer wichtige Themen beim Workshop Afrika 2020 der EnergieAgentur.NRW, der in der Nachbetrachtung ein voller Erfolg war.

    Die Referenten vermittelten exklusive und aktuelle Marktdaten und Praxisknow-how für Dienstleister und Zulieferer im Rohstoffsegment für Unternehmer, Wissenschafts- und Expertenkontakte.

    Afrika ist ein Markt der Zukunft – nach wie vor. Ein Hoffnungsmarkt, denn man benötigt Zeit. Im Rohstoffbereich dauert es von der Kontaktaufnahme bis zur Projekt-inbetriebnahme durchaus zwei, drei oder auch einmal fünf Jahre. Ein langer Atem ist gefragt, den sich manchmal lediglich die großen Unternehmen leisten können. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, kleine und mittelständische Unternehmen bei ihrem Afrikageschäft bestmöglich zu unterstützen. So lauteten auch die Aussagen der mitdiskutierenden Vertreter des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und der NRW International in Düsseldorf.

    Die aktuellen Perspektiven des Wachstumsmarkts Afrika wurden an Beispielen aus den Regionen Subsahara Afrika, Nigeria und Westafrika von Experten plausibel dargestellt. Auch hier verdient in der Quintessenz das nach wie vor überdurchschnittliche Wachstum des afrikanischen Markts durch deutsche Firmen unternehmerische Beachtung. Die immer noch nicht überwundene deutsche Zurückhaltung wird inzwischen durch eine verstärkte Außenwirtschaftsförderung in Richtung Afrika abgefedert. Das Kompetenzzentrum für Bergbau und Rohstoffe an der Deutschen Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika wurde im Februar 2020 durch das BMWi mit einer Folgeteilfinanzierung und vollfinanzierten Ländererweiterung für drei Jahre verlängert. Damit deckt das Kompetenzzentrum nun insgesamt zwölf afrikanische Länder in der Region des südlichen Afrikas ab.

    Die Interessen Deutschlands bzw. der Bergbaubranche wurden zuletzt vor Ort Anfang Februar 2020 durch einen bundesgeförderten Ausstellungsstand und einen German Day auf der Messe Mining Indaba durch die Fachvereinigung Auslandsbergbau (FAB), Berlin, vertreten.

    Im gesamten Afrika wurden 2019 ca. 2 Mrd. US-$ für Exploration ausgegeben mit den Schwerpunkten Gold- und Kupfer. Die EU-Investitionen lagen 2019 insgesamt vor China, obwohl China der beherrschende Protagonist bleibt. Die EU ist auch nicht gleichbedeutend mit Deutschland. Auf der Grundlage ehemaliger kolonialer Verbundenheit haben Franzosen, Engländer und Portugiesen Vorteile. Als Großinvestoren treten neben China auch z. B. Kanada, Indien oder Brasilien auf. Deutschland investiert nach wir vor nur in geringem Maße. Die Bergbauinvestitionen Chinas dagegen betrugen 60 Mrd. US-$.zwischen 2005 und 2017. Kohle ist oder kann als Brückentechnologie ein interessanter Energieträger mit Chancen für Zulieferungen sein, z. B. in Nigeria wo, wie in sehr vielen afrikanischen Staaten, dringend Energie und Infrastrukturen benötigt werden. Die Weltbank hat einen Kredit über 150 Mio. US-$ für diesen Sektor verfügbar gemacht.

    Chancen für Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen bestehen bei:

    • Hohlraumverfüllung,
    • Aufbereitungstechnik im Festgesteins-segment,
    • Haldenaufbereitung und Nachbergbau,
    • Dekontaminierung von Restlöchern nach In-Situ-Laugung,
    • Arbeitsschutz- und Arbeitssicherheitsprojekten,
    • Gesteinsschneiden in Teufen
      von – 4.000m,
    • Digital Mining mit Schwerpunkt Open Source-Software, wie z. B. OPC UA,
    • Übertragung und Komprimierung/Prozessierung/Verteilung großer Datenmengen (leitungsgebunden oder wireless aus sehr großen Teufen, Realtime-Datenfernübertragung unter Tage),
    • Umweltschutzmaßnahmen.
    • Aus- und Weiterbildung,
    • Schulung lokaler Kräfte und
    • Servicekräfte direkt vor Ort für kurze Reaktionszeit.

    Afrika benötigt ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum, welches auch ein wichtiges Element in der Bekämpfung von Fluchtursachen ist. Afrikas junge Bevölkerung bietet eine große Chance, ist aber zugleich auch eine Herausforderung und Verpflichtung. Denn die Bekämpfung der z. T. erschreckend hohen Jugendarbeitslosigkeit (ca. 30 %) gehört zu den wichtigsten Aufgaben auf dem afrikanischen Kontinent.

    Der Transfer von Wissen, Investitionen in die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas und Hilfe beim Aufbau von Ausbildungsmöglichkeiten sind ebenso Bausteine der Außenwirtschaftsförderung wie der Entwicklungspolitik. Für die nordrhein-westfälische Landesregierung schließen sich diese beiden Bereiche nicht aus, sondern unbedingt zusammen. Die Eine-Welt-Strategie der Landesregierung strebt ausdrücklich eine stärkere Verzahnung beider Bereiche an. Dies wird unterstützt durch eine aktualisierte Rohstoffstrategie des Bundes, die inzwischen – zumindest als Diskussionsgrundlage – auch bei den Ländern angekommen ist.

    Darüber hinaus zeigen sich Möglichkeiten über Wissenschaftskooperationen, den Branchen beider Seiten weitere geschäftsfördernde Anknüpfungspunkte aufzuzeigen. (EA.NRW/Si.)

  • Exporterfolge für Bergbauzulieferer aus Nordrhein-Westfalen – drei Fragen an Peter von Hartlieb

    Ende November 2019 fand die 12. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz an der St. Petersburger Bergbauuniversität statt. Im Zentrum der Konferenz standen u. a. die neuen globalen und ökologischen Aufgaben Digitalisierung, der Weg zur Kreislaufwirtschaft durch Nutzung von Abfall als Rohstoff und die Zusammenarbeit in der Klima- und Nachhaltigkeitsforschung. Peter von Hartlieb (Bild 1), Koordinator des Netzwerks Bergbauwirtschaft – Smart Mining global der EnergieAgentur.NRW, Düsseldorf, moderierte im Rahmen der Konferenz einen Workshop zum Thema Digitalisierung. Der Redaktion des Mining Report Glückauf beantwortete er drei Fragen zur Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland.

    Mining Report Glückauf: Wo gibt es Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der Rohstoffwirtschaft in Deutschland und Russland und was ist Ihr Anliegen für die Konferenz?
    Peter von Hartlieb: Die Exporte aus Nordrhein-Westfalen nach Russland sind 2019 erneut gestiegen und zwar auf über 7 % der Gesamtausfuhren von rd. 4,9 Mrd. € der deutschen Bergbauzulieferbranche, mit der das Netzwerk ja zusammenarbeitet. Kohle gilt in Russland nach wie vor als Basisquelle für die Wärme- und Energieerzeugung. Das größte Kohlebergbauunternehmen des Landes, die Siberian Coal Energy Company (SUEK), spricht von einer stabilen Marktlage sowohl in Russland als auch in den übrigen neun GUS-Staaten, sowie einem deutlich wachsenden Markt. Die Zeichen stehen auf Expansion und weitere Exporterfolge für unsere nachhaltigen Verfahren von der Erkundung bis hin zum Rekultivieren.

    Mein Anliegen bezüglich der praktisch ausgerichteten Arbeitsgruppen der Rohstoff-Konferenz ist es, ein dauerhaftes übergreifendes Netzwerk zu schaffen, in dem ein fortlaufender Gedanken- und Erfahrungsaustausch zur Rohstoffwirtschaft in Bezug auf Russland stattfinden kann. Durch Themen und Ausrichtung meiner Arbeitsgruppe „Digitalisierung der Rohstoffwirtschaft“ wird ein hoher Praxisbezug gewährleistet. Erfahrungshintergründe zu Projekten oder aus dem Tagesgeschäft durch die Arbeitsgruppenmitglieder werden ergänzt durch die Expertise der Vertreter von Wissenschaft, Verbänden oder ausgewählten Dienstleistern.

    MRG: Großes Thema der Konferenz, aus dem auch der von Ihnen moderierte Workshop hervorgeht, ist die Digitalisierung. Über welche Expertise verfügen Nordrhein-Westfalen und Russland in dieser Thematik und welche Synergien können geschaffen oder ausgebaut werden?
    Von Hartlieb: Viele Unternehmen des Bergbauzulieferbereichs in Nordrhein-Westfalen und viele Dienstleister im Mittelstand behandeln seit etwa 40 Jahren Themen rund um die Automation. Seit einigen Jahren werden nun unter dem Oberbegriff „Digitalisierung“ Projekte gestartet, die bislang in vielen Fällen kaum untereinander verbunden waren. Genau hier setzten wir und die Unternehmensführungen der Branche – aber auch viele russische Unternehmen – an, um mit einer einheitlichen Vision und Strategie die digitale Transformation voranzutreiben. Dieser Wandel funktioniert nur, wenn erstens alle Mitarbeiter daran beteiligt und zweitens die Projekte eingangs von unabhängiger, neutraler Stelle moderiert werden. Eine wichtige Rolle kommt dabei der Wissenschaft beider Seiten zu, die für einen herstelleroffenen und bezahlbaren Zugang zu Projekten sorgt.

    MRG: Was ist das langfristige Ziel für die Zusammenarbeit mit Russland und wo sehen Sie Potential?
    Von Hartlieb: Der Markteinstieg und der Vertrieb in Russland erfordern eine gründliche Vorbereitung und eine gezielte Planung, denn ansonsten sind Schwierigkeiten und Probleme programmiert, obwohl uns ja grundsätzlich die Verhältnisse seit Jahrzehnten bekannt sind. Russland bietet aufgrund seiner Industrie-, Energie- und Exportpolitik einen riesigen und stetig weiter wachsenden Absatzmarkt für Techniken, die bei uns zu Hause nicht mehr benötigt werden, da der untertägige Steinkohlenbergbaumarkt Ende 2018 eingestellt wurde. Dessen Wachstumspotentiale sind jedoch in Russland bei Weitem noch nicht ausgeschöpft, sondern entwickeln sich nachhaltig. Wir wollen daher als Experten für Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit auf der Basis gegenseitiger Wertschätzung und auf Augenhöhe gemeinsam Zukunftsprojekte im dortigen Rohstoffsegment bearbeiten. (EnergieAgentur.NRW/Si.)

  • Smart.Effizient.Umweltbewusst.

    Insgesamt 70 führende Branchenvertreter – Geschäftsführer, Vertriebschefs, Verbandsrepräsentanten und Vertreter der IGBCE und der Bergbehörde NRW – tagten am 26. September 2019 auf der ehemaligen Zeche Zollern in Dortmund beim fünften Jahrestreffen des Netzwerks Bergbauwirtschaft der EnergieAgentur.NRW, Düsseldorf (Bild 1).

    Es ging auch darum, aktuelle Zielmärkte zu beleuchten, da 97 % der Dienstleistungen, Maschinen und Anlagen exportiert werden. Die Rohstoffwirtschaft ist global im Umbruch mit vielfältigen und anspruchsvollen Herausforderungen. Tragfähige Markt- und Vertriebs-Visionen sind gefragt und Visionäre, die sie voranbringen. Was ist wichtig und was wird wichtig? Das Netzwerk koordinierte und moderierte die Veranstaltung im Auftrag des Wirtschaftsministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Beiträge zeigten die ganze Breite der Branchenaktivitäten und Marktentwicklungen bis hin zur hohen Innovationskraft der Zulieferbranche Nordrhein-Westfalens im Rohstoffsegment. Nach dem Ende der Steinkohlenförderung wird das hier ansässige und weltweit geschätzte Know-how weiterhin gezielt auf internationalen Märkten wie Chile, China, Russland, der Türkei oder Afrika unterstützt. Neben dem klassischen Einsatz gilt es, global für die Unternehmen Einsatzgebiete im Hartgesteinsbergbau, in Metallerzgruben, im Salz und in Seltenerdförderstätten wie auch im Tunnelbau darzustellen. Komplexe technische Lösungen und der hohe Grad an Spezialisierung, vor allem in den Bereichen Digitalisierung, Arbeitsschutz, Unfallverhütung und Umweltschutz, bieten Chancen, die auch mithilfe der EnergieAgentur.NRW ergriffen und unterstützt werden. Abstimmung, Koordination und Moderation erfolgt in vielen Fällen im Schulterschluss mit VDMA Mining, der Technischen Hochschule Georg Agricola (THGA), Instituten der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen, der DMT GmbH & Co. KG oder anderen Partnern im In- oder Ausland. Von dieser nachhaltigen Herangehensweise der NRW-Experten und ihrem Wissen profitieren viele rohstoffreiche Regionen der Welt. Denn eines ist klar: Das Know-how der Fachunternehmen in Nordrhein-Westfalen ist auf internationalem Spitzenniveau und ohne Bergbau gibt es keine Energiewende oder Elektromobilität. (EnergieAgentur.NRW/Si.)

  • Rohstoffstudie Subsahara-Afrika

    Nach intensiver aktueller Recherche und gemeinschaftlicher Bearbeitung veröffentlichten das Netzwerk Bergbauwirtschaft der EnergieAgentur.NRW (EA), Düsseldorf, und die Deutsche Rohstoffagentur (DERA), Berlin, in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) eine gemeinsame Studie über die Rohstoffsituation und über aktuelle Entwicklungen im Rohstoffsektor von 31 Ländern des Subsahara-Afrika (Bild 1).

    Deutschland ist in hohem Maß nicht nur auf den Export an Waren, sondern auch auf den Import von Rohstoffen angewiesen. Über 50 Länder der Welt werden als Bergbauländer bezeichnet, nämlich all diejenigen, in denen Bergbauprodukte über 6 % des Exports ausmachen und daher von sehr großer nationaler Bedeutung sind. Über 90 % der Bergbauländer sind Entwicklungsländer, wovon die meisten in Afrika liegen. Auch von den Ländern mit den höchsten Geburtenraten liegen nach Daten der UN 29 allein in der Subsahara.

    Die Nachfrage nach mineralischen Rohstoffen und Energierohstoffen wird sich weltweit bis zum Jahr 2050 voraussichtlich verdoppeln, sollte sich der Trend der letzten drei Jahrzehnte fortsetzen. Der afrikanische Kontinent bietet, wie die Studie darlegt, ein enormes Potential an Energierohstoffen, an Metallen und an Industriemineralen. Vor diesem Hintergrund wird der Bergbau in Afrika eine Schlüsselrolle in der notwendigen Entwicklung und dem Aufstieg der afrikanischen Wirtschaft spielen.

    Die Studie, welche von beiden Homepages kostenlos heruntergeladen werden kann, ist von den Vorbemerkungen her als Basisinformation wie auch von den einzelnen Landesdaten als Momentaufnahme angelegt, um einen aktuellen, kompakten Überblick zu geben. (EA/Si.)

  • Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz

  • Roundtable Rohstoffwirtschaft Russland

    Vom 23. – 25. November 2016 wird Düsseldorf Gastgeber der Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz sein. Die bereits zum neunten Mal stattfindende Konferenz, zu der zahlreiche hochrangige Gäste aus Russland und Deutschland erwartet werden, bietet eine wichtige Plattform, um Fachthemen der Energie- und Rohstoffwirtschaft zu diskutieren und bilaterale Kooperationsprojekte anzustoßen.

    In Vorbereitung der Deutsch-Russischen Rohstoffkonferenz laden das Deutsch-Russischen Rohstoff-Forum, das Russland Kompetenzzentrum der IHK Düsseldorf sowie die EnergieAgentur.NRW am Montag, 20.06.2016 von 14.00 -18.00 Uhr  ein zu einem Roundtable.

    Gebühr: Die Teilnahmegebühr beläuft sich pro Person auf auf 77, 35 € oder 59,50 € für IHK-Mitglieder.

  • China: Kohleförderung bricht 2014 gegenüber 2013 um ca. 2,5 % ein

    Die Kohleförderung Chinas, des weltweiten Top-Produzenten und Verbrauchers an fossilen Brennstoffen, fiel 2014 um etwa 2,5 % gegenüber dem Vorjahr, dem ersten Jahr mit einem effektiven Rückgang in der Förderung seit 2000. Die Informationen gehen zurück auf Jiang Zhimin, Vizedirektor der China National Coal Association (CNCA) und wurden der EnergieAgentur.NRW anlässlich eines Folgegesprächs zur jüngsten Delegationsreise nach China vom 18. bis 26. April 2015 in Beijing preisgegeben. Die gesamte Fördermenge Chinas für 2014 wurde noch nicht veröffentlicht. Die CNCA Daten zeigen jedoch, dass Chinas Kohleproduktion in den ersten 11 Monaten des vergangenen Jahres 3,52 Mrd. t erreicht hatte und damit um 2,1 % niedriger als im Vorjahreszeitraum lag.

    Der Förderrückgang ist vor allem auf die schleppende Inlandsnachfrage und gleichzeitig große Mengen von Kohleeinfuhren zurückzuführen. Dieser Umstand, das globale Wirtschaftswachstum und die in Chinas Mainlands existierenden Überkapazitäten führten zu einem Einbruch der Kohlepreise. Chinas große Bergbaukonzerne, wie Shenhua, China Coal, Datong Coal, Shandong Energy-Xinwen usw., hatten sich 2014 gegenüber der Zentralregierung verpflichtet, die Förderung zurückzufahren, um eine Überproduktion zu verhindern und die Haldenbestände nicht weiter anwachsen zu lassen. Die Innere Mongolei – eine der führenden Kohleprovinzen – verzeichnet für 2014 einen Rückgang der Förderung um 11,9 % auf 908,08 Mio. t, während Shanxi und Shaanxi, die beiden anderen großen Provinzen, einen Anstieg um 1,5 % und 3,6 % auf 976,7 Mio. und 510,9 Mio. t ausweisen. Shenhua Energy, der landesweit führende Kohleproduzent, dokumentiert ein Absinken seiner Kohleproduktion um 3,6 % auf 306,6 Mio. t, während Chinas Nr. 2, die China Coal Energy 114,4 Mio. t förderte, das entspricht einem Rückgang um 3,6 %. Trotz leicht positiver Veränderungen ab dem 4. Quar­tal 2014 – nicht zuletzt auf Grund unterstützender Maßnahmen der Regierung – steht die Kohleindustrie als Ganzes immer noch vor ernsten Herausforderungen.

    Ende 2014 lagen bei den Fördergesellschaften 87 Mio. t auf Halde, ein Plus von 2,6 % gegenüber dem Beginn des Jahres. Die Haldenbestände der wichtigsten Kraftwerke lagen bei 94,55 Mio. t, ein Plus von 17,1 % gegenüber dem Beginn des Jahres. Insgesamt schätzt man den aktuellen Gesamthaldenbestand auf  ca. 250 Mio. t.
    In den ersten 11 Monaten 2014 verzeichneten die großen Kohleunternehmen insgesamt Gewinne von rd. 110,5 Mrd. Yuan (rd. 18 Mrd. €), 44,4 % weniger als im gleichen Zeitraum 2013. Über 70 % aller Kohlegesellschaften erlitten Verluste. Einige Konzerne verringerten daraufhin die Löhne, andere waren nicht dazu in der Lage, ihre Arbeitnehmer rechtzeitig zu bezahlen.

    Es wird nun erwartet, dass sich die Lage ab Ende 2015 verbessert. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass das Überangebot weiter abgebaut werden muss und die Unternehmen nach wie vor operativ eine schwierige Zeit erleben würden.

    Da die chinesische Wirtschaft in eine Phase eines mit 6 bis 7 % pro Jahr langsameren Wachstums eintritt, wird der Steinkohlen­bergbau sich entsprechend anpassen müssen. Dazu kommt, dass auch die ver­schärften Umweltauflagen insgesamt zu einer – zumindest vorübergehend – kritischen Phase der Transformation und Strukturanpassung führen. Chinas Kohleproduktionskapazität liegt heute bei mehr als 4 Mrd. t pro Jahr und mehr als 1 Mrd. t an neuer Kapazität befindet sich im Aufbau.

    Im Jahr 2015 wird die Zentralregierung zusammen mit den Provinzregierungen und Reformkommissionen daran arbeiten, die Industrie aus den gegenwärtigen Schwierigkeiten herauszubekommen. Eine strikte Kontrolle der illegalen und unsicheren Produktion und Vermeidung von Überproduktion stehen auf der Agenda. Vertrieb und Einfuhr minderwertiger, stark schwefelhaltiger Kohle werden reduziert oder verboten. Konkret sind weitere 100 Gruben, die illegal mit einer Gesamtkapazität von 200 bis 250 Mio. t pro Jahr produzieren auf eine schwarze Liste gesetzt und zur Stilllegung vorgesehen worden. (EnergieAgentur NRW/Si)

  • Zukunft der Bergbauwirtschaft in NRW: Neues Netzwerk zeigt Perspektiven für die Branche auf

    Über 100 Entscheidungsträger und Experten aus der Bergbaubranche haben sich am 24. März 2015 in Essen zur Auftaktveranstaltung des neuen Netzwerks Bergbauwirtschaft getroffen. Unter dem Titel „Die Zukunft der NRW-Bergbauwirtschaft“ ging es darum, gemeinsam wirtschaftliche Perspektiven für die Zeit nach dem Ende des Steinkohlenbergbaus in Nordrhein-Westfalen zu entwickeln. Träger des Netzwerks ist das Wirtschaftsministerium, koordiniert wird es von der EnergieAgentur.NRW.

    „Die nordrhein-westfälische Bergbauindustrie steht technologisch an der Weltspitze. Ihr erstklassiges Know-how ist auch angesichts des auslaufenden Steinkohlenbergbaus international gefragt“, sagte Wirtschaftsminister Garrelt Duin bei der Eröffnung des Treffens. „Das Netzwerk Bergbauwirtschaft unterstützt Unternehmen bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder und ausländischer Märkte zum Beispiel in den Bereichen Bergbautechnik, Grubengasnutzung oder der Sanierung bergbaulicher Schäden und Altlasten. Es gilt nun, die profunde Erfahrung der NRW-Unternehmen zu bündeln, um die wirtschaftlichen Chancen im In- und Ausland auszubauen.“

    Dr.-Ing. Eckehard Büscher, Leiter des Netzwerks Bergbauwirtschaft und des ebenfalls neu gegründeten Netzwerks Energiewirtschaft bei der EnergieAgentur.NRW, erklärte: „Basierend auf einer engen Zusammenarbeit mit Partnern wie NRW.International, dem VDMA Mining und weiteren Akteuren der Zulieferindustrie sollen zusätzliche Absatzmärkte erschlossen und Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen gesichert werden.

    Das Netzwerk Bergbauwirtschaft steht in der Tradition der seit über 15 Jahren laufenden Unterstützung der Bergbauzulieferindustrie in NRW durch das Wirtschaftsministerium. Sie soll die Folgen der Kapazitätsanpassungen, insbesondere des heimischen Steinkohlenbergbaus, für die Mantelindustrie abmildern.“

    Geplant ist u. a., Partnerschaften mit rohstoffreichen Ländern wie der Mongolei, Kasachstan, Peru und Chile zu nutzen, um die deutschen Zulieferer bis hin zur Dienstleistungsbranche im Rohstoffsektor zum Zuge kommen zu lassen. (EnergieAgentur.NRW)

  • EnergieAgentur.NRW gründet das Netzwerk „Bergbauwirtschaft“

    Im Januar 2015 ist nach gründlicher Vorbereitung das Netzwerk Bergbau- und Energiewirtschaft gegründet worden. Rechtzeitig vor dem ausstiegsbedingten Wegbrechen des heimischen Steinkohlenmarktes als Kunden 2018 und unter Berücksichtigung der schwieriger werdenden Perspektiven für die Braunkohlentagebaue gilt es, in Abstimmung mit dem nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium Maßnahmen zu bündeln. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Partnern wie NRW International, VDMA Mining und weiteren Akteuren wird die Zulieferindustrie bei der Erschließung von Auslandsmärkten und alternativen Geschäftsfeldern unterstützt. Damit werden Perspektiven zur Umsatzstabilisierung der überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen aufgezeigt und der Erhalt von Arbeitsplätzen in NRW unterstützt. Das Netzwerk Bergbauwirtschaft diskutiert und vereinbart als neutraler Moderator im direkten Gespräch mit der Branche Geschäftsmodelle und Machbarkeiten. Die Unternehmen und Anbietergemeinschaften sollen so erfolgreich und praktisch auf den Märkten begleitet werden.

    Seit dem 01.01.2015 leitet Dr.-Ing. Eckehard Büscher die Netzwerke Bergbau- und Energiewirtschaft unter dem Dach der EnergieAgentur.NRW in Düsseldorf. Als Direktor des internationalen Koordinationsbüros der deutschen Geothermiebranche am GZB (International Geothermal Centre, Bochum) hat er Erfahrungen mit dem Aufbau von internationalen Netzwerken. Vorher war er als Geschäftsführer (Stadtwerke, Strategieberatungsgesellschaft) und bei einem internationalen Versorgungskonzern tätig. Dr. Büscher ist Wirtschaftsmediator (IHK), hat einen Lehrauftrag an der Hochschule Bochum und ist als Experte im Energiebereich bei der EU-Kommission akkreditiert.

    Das Netzwerk Bergbauwirtschaft leitet ebenfalls seit dem 01.01.2015 Peter v. Hartlieb. Er ist seit Anfang der 1970er Jahre leitend im globalen Bergbau für deutsche Firmen und Organisationen tätig und greift auf weitreichende Erfahrungen mit Nord- und Südamerika, China, Russland und anderen Zielmärkten zurück. Im Rahmen der Branchenarbeit wird auch die seit Jahren existierende AG Grubengas unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr.-Ing. Axel Preusse, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, in diesen Bereich integriert.

    Unter dem Motto „SMART MINING: Think big, Aim high, Work smart!“ findet am 24.03.2015 im CASINO Zollverein des UNESCO-Welterbes Zollverein in Essen in Anwesenheit von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin die Auftaktveranstaltung des Netzwerks Bergbau der EnergieAgentur.NRW statt.

    Teilnehmen werden Unternehmen aus dem Tagebau- und Untertagebereich, Vertreter der Wirtschaftsministerien in Düsseldorf und Berlin, der Bergbehörde, der RAG Aktiengesellschaft, von Verbänden, Gewerkschaften und Banken. Kurzreferate geben Anregungen und Einblicke zu aktuellen und zukünftigen Ausrichtungen der Branche. Ein besonderes Highlight verspricht die Podiumsdiskussion am Nachmittag zu werden, bei der die Exportchancen der Branche thematisiert werden.

    Die kostenfreie Anmeldung kann unter www.energieagentur.nrw.de/bergbau erfolgen. Als Ansprechpartnerin steht Ihnen Frau Inken Kienzle, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation im Netzwerk Bergbauwirtschaft der EnergieAgentur.NRW, gern zur Verfügung. (Energieagentur.NRW/Si)

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