Glückauf!

Rohstoffe sind die Grundlage unseres modernen Lebens. Sie sichern Wohlstand, ermöglichen technologische Innovationen und bilden das Fundament für die Energiewende, die Digitalisierung sowie den Ausbau moderner Infrastrukturen. Was lange Zeit als selbstverständlich galt, ist heute mehr denn je in den Mittelpunkt wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und geopolitischer Diskussionen gerückt. Vor diesem Hintergrund kommt dem MiningForum als führender internationaler Plattform für den Austausch zwischen Industrie, Wissenschaft, Politik und Finanzwelt eine besondere Bedeutung zu.


Mehr lesen

Bis zum Jahr 2030 sollen zehn Prozent des europäischen Bedarfs an strategischen Rohstoffen durch den Bergbau in der EU gedeckt werden. Foto: © Anastasiia, stock.adobe.com

Schwerpunktthema:
Raw Materials Momentum

Editorial Post Mining



AUSGABE 04/2026 // SCHWERPUNKT: MiningForum 2026 – Raw Materials Momentum


CRMA – das “Green-Deal-Paradoxon”?


Was bisher geschah…
Das Gesetz zu kritischen Rohstoffen (CRMA) stellt den zentralen Rechtsrahmen der Europäischen Union zur Sicherung einer widerstandsfähigen, nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Versorgung mit kritischen und strategischen Rohstoffen dar. Seine Ziele sind die Stärkung der heimischen Förder-, Verarbeitungs- und Recyclingkapazitäten, die Diversifizierung der Lieferketten, die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren für strategische Projekte sowie die Verringerung der strategischen Abhängigkeiten Europas unter Wahrung hoher Umweltstandards. Gleichzeitig offenbart die Umsetzung dieser Ziele eine grundlegende Herausforderung …

Autorin: Ass. iur. Ivonne Arenz, Managing Director, Verband Bergbau, ­Geologie und Umwelt e.V. (VBGU), Berlin/Germany
DOI: 10.66356/mrg.2026.04.01.DECDGDP

Mehr lesen

Erkenntnis allein reicht nicht – KSL Kupferschiefer Lausitz im Spannungsfeld zwischen Rohstoffsicherheitsbedarf und Realität: „Mining with ESG“ im europäischen Rohstoffrahmen


KSL-Inforaum mit Gesteins­proben und einer Wandgrafik zu den Kupferimporten Deutschlands.
Das Gesetz zu kritischen Rohstoffen (CRMA, Critical Raw Materials Act) der Europäischen Union hat die strategische Bedeutung heimischer Rohstoffprojekte sichtbar gemacht. Gleichzeitig zeigt sich bei konkreten Vorhaben ein Spannungsverhältnis: Während Europa resilientere Lieferketten, strategische Autonomie und Rohstoffsicherheit einfordert, werden einzelne Projekte vor Ort vor allem an Umweltverträglichkeit, Energieintegration, Kreislaufwirtschaft, regionaler Wertschöpfung und gesellschaftlicher Akzeptanz gemessen. Das Kupferprojekt Spremberg-Graustein-Schleife der KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH, Spremberg, in der Lausitz steht exemplarisch für diese neue Bewertungssystematik …

Autor: Blas Urioste, KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH, Spremberg/Germany
DOI: 10.66356/mrg.2026.04.02.DEEARNA

Mehr lesen

Regionale Kompetenzen und die Organisation globaler Wertschöpfungsketten im Bergbau – Wie kleinere offene Volkswirtschaften durch digitale Intelligenz, zertifizierte Ingenieurs­kompetenz und Wissensinfrastruktur zu den Lieferketten für kritische Rohstoffe beitragen


Der Artikel untersucht die Rolle kleinerer offener Volkswirtschaften in den globalen Wertschöpfungsketten des Bergbaus und der kritischen Rohstoffe. Seine zentrale These lautet, dass Bergbau-Wertschöpfungsketten zwar global ausgerichtet sein mögen, ihre tatsächliche Leistungsfähigkeit jedoch von der Ausprägung regionaler industrieller Kompetenzen abhängt. Anhand von Fallbeispielen estnischer Unternehmen analysiert der Artikel drei Zugangswege in bergbaubezogene Wertschöpfungsketten: digitale Intelligenz, zertifizierte Ingenieurskompetenz und Wissensinfrastruktur. Die Fallbeispiele zeigen, dass kleinere Unternehmen nicht über Größenvorteile konkurrieren müssen. Stattdessen können sie an eng umrissenen, aber strategisch kritischen Nischen-Schnittstellen erheblichen Mehrwert schaffen …

Autorin: Birgit Linnamäe, PhD Candidate in Management, Estonian Business School; Strategy Advisor, Nordic Vision Group, Tallinn/Estonia
DOI: 10.66356/mrg.2026.04.03.DERKOGW

Mehr lesen

Strategische Wege zur Risikominderung und Dekarbonisierung der Lieferketten für Seltene Erden – Ein verantwortungsbewusster Ansatz zum Aufbau widerstandsfähiger, emissionsarmer Wertschöpfungsketten für Seltene Erden bis 2030


Prognostizierte Nachfrage nach Seltenen Erden nach Anwendungsbereich, 2030]. Quelle: Beroe analysis; USGS; IEA [1, 2, 3].
Lieferketten für Seltene Erden stehen vor einer dreifachen Herausforderung: geografische Konzentration, hohe Kohlenstoffintensität und strukturelle Engpässe im Midstream-Bereich der Lieferkette. Während die Nachfrage aus den Bereichen Elektromobilität, Windenergie, Robotik und Verteidigung bis 2030 voraussichtlich etwa 100.000 t erreichen wird, ist die derzeitige Versorgungsarchitektur nicht darauf ausgelegt, diesen raschen Ausbau zu unterstützen. Dieser Artikel legt dar, dass das Risiko bei Seltenen Erden nicht in erster Linie ein Problem des Bergbaus ist: Der eigentliche Hebel liegt im Midstream – bei der Trennung, der Umwandlung in Metalle und Legierungen sowie der Magnetherstellung –, wo die Konzentration auf einzelne Länder schätzungsweise 90 % oder mehr beträgt. Diversifizierungsstrategien, die beim Bergbau enden, einschließlich der beliebten „China+1“-Ansätze, verbessern zwar die Transparenz, nicht aber die Kontrolle. Auf der Grundlage von Analysen von Beroe sowie Daten des USGS (United States Geological Survey), der IEA (International Energy Agency), von Argus Media und anderer Branchenquellen gibt der Artikel einen Überblick über die politische Landschaft in Europa, den Vereinigten Staaten, Indien und Japan, bewertet sauberere Verarbeitungsverfahren und kreislaufwirtschaftliche Rohstoffe als Instrumente …

Autor: Arun M Vijayan; Beroe Inc., Chennai/Indien
DOI: 10.66356/mrg.2026.04.04.DESWRDL

Mehr lesen

Entwicklung von Strategien zur Reduzierung des Fachkräftemangels am Beispiel von Facharbeitern im Bergbau


Darstellung Social-Cognitive-Career-Theory.
Lie Versorgung der Volkswirtschaft mit qualifizierten Fachkräften ist eine Grundvoraussetzung für die Erhaltung des Wirtschaftsstandortes Deutschlands und ein stabiles Wirtschaftswachstum zur Sicherung des Wohlstandes in den nächsten Jahrzehnten. Vor allem auf der Qualifikationsebene der Facharbeiter existiert seit einigen Jahren ein Fachkräftemangel, welcher sich durch den demografischen Wandel in den nächsten Jahren noch weiter verstärken wird. Eine Möglichkeit den Fachkräftemangel zu bekämpfen, stellt die Minimierung der Passungsprobleme dar. Dafür wurde ein Anwendermodell entwickelt und mit wissenschaftlichen Methoden überprüft. Dieses lässt sich einerseits direkt durch Unternehmen zur Strategieentwicklung für die Sicherung der eigenen Fachkräfteversorgung nutzen. Andererseits wird das Modell eingesetzt, um Handlungsempfehlungen für die einzelnen Partner in der dualen Berufsausbildung abzuleiten …

Autoren: Dipl.-Ing. Toni Schmidt, TS BAU GmbH, Mülheim an der Ruhr/Germany
Prof. Dr.-Ing. Carsten Drebenstedt, TU Bergakademie Freiberg, Freiberg/Germany
DOI: 10.66356/mrg.2026.04.05.DEESRFB

Mehr lesen

Von Daten zu Entscheidungen – wo digitale Wertschöpfung tatsächlich entsteht


Die Abläufe bleiben unverändert – Welche Entscheidung sollte geändert werden?
Digitale Technologien sind im Bergbau heute breit verfügbar. Dennoch bleibt der erwartete wirtschaftliche Nutzen vieler Digitalisierungsinitiativen aus. Der Grund liegt häufig nicht in der Technologie selbst, sondern in fehlender Priorisierung, unklar definierten Anwendungsfällen und Brüchen zwischen Daten, Erkenntnissen, Entscheidungen und operativer Umsetzung. Der Beitrag zeigt, warum ein Use Case immer eine bessere betriebliche Entscheidung beschreiben sollte, an welcher Stelle sich die Verantwortung vom Technologieanbieter auf den Betreiber verlagert und wie sich Bruchstellen entlang der digitalen Wertschöpfungskette systematisch identifizieren lassen. Erst wenn Erkenntnisse in verändertes Handeln überführt werden, entsteht aus einem Proof of Concept ein belastbarer Proof of Value …

Autor: Stefan Ebert, Managing Director, Digital Mine GmbH, Aachen/Germany
DOI: 10.66356/mrg.2026.04.06.DEVDEDW

Mehr lesen

Back to top button