Glückauf!

Smart Mining, Nachhaltigkeit im Bergbau, Bergbau 4.0 – all das sind Begriffe, die in den letzten Jahren in Zusammenhang mit der Rohstoffgewinnung innerhalb der Branche in aller Munde sind. Gemeint und Ziel ist ein Bergbau, der eine Gefährdung des Lebens und der Gesundheit seiner Mitarbeiter ausschließt, umweltverträglich ist und die Belange der Öffentlichkeit, insbesondere die der Anwohner berücksichtigt. Gleichzeitig soll er natürlich wirtschaftlich sein, was angesichts der Volatilität der Rohstoffmärkte allein schon eine schwierig zu lösende Aufgabe ist. Dabei sollte allen Beteiligten – den Bergbautreibenden wie auch der breiten Öffentlichkeit – klar sein, dass es keine absolute Sicherheit gibt …

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Mit freundlichem Glückauf, Andreas-Peter Sitte
Chefredakteur Mining Report Glückauf, Essen

AUSGABE 01/2020

A 4.0D Leadership Model for Mining and Related Industries in the Context of the 4th Industrial Revolution

The mining industry of the 21st century needs a new kind of leader as certain leadership styles currently employed in South Africa are not sustainable. This paper explores the historical leadership styles that are now outdated (with specific reference to the South African mining industry, but in many ways also applicable to other countries) and proposes a different approach in dealing with future leadership-related challenges. One of the main aims among others, is therefore to start a broader discussion pertaining to the proposed new model that is discussed in this paper. Questions are postulated to explore leadership that can balance the leadership styles of the past – business acumen with technical capability on the one hand, and personality on the other hand – with increased intuitive discretion, a “feel” for people and the future, and the ability to deal with complexity and to make timeous decisions. Also to build organisational and industry resilience through the leadership characteristics identified.

Autoren: Dr. Johann Uys and Prof. Ronny Webber-Youngman, PhD, Department of Mining Engineering, University of Pretoria, Pretoria/South Africa

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Assessment and Prevention of Rockbursts Hazard in Polish Hard Coal Mines

Fig. 2. Distribution of USRSN (orange marker) stations and tremors registered in March 2019 (red circle) (11).

Mining exploitation can, under certain conditions, cause the occurrence of tremors and rock bursts in rock excavations. In most of active hard coal mines in the region of the Upper Silesian Coal Basin, seams that are classified as threat by rockbursts are exploited. Despite the restructuring changes in the Polish hard coal mining industry, and hence the limitation of coal extraction, there is no significant reduction in the total seismic energy of the recorded tremors. This threat belongs to the most dangerous natural hazards in Polish coal mining, in particular due to the fact that the depth of exploitation increases, and thus the mining and geological conditions deteriorate, which promotes the occurrence of increased seismic activity induced by exploitation and rockbursts. The article presents the methods of assessment of rockbursts hazard used in Polish mines…

Autoren: Prof. Dr. Violetta Sokoła-Szewioła, Prof. Dr. Jan Palarski, Silesian University of Technology, Gliwice/Poland

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New Mines in an old Mining District – Opportunities and Challenges of the 4th Mining Boom in the Ore Mountains Region

Fig. 2. Map overview of active licences for new ore and spar mining. Source: SOBA, 2020

With the end of 2018 and the closure of the last two collieries, industrial hard coal mining in Germany came to an end. Unknown to most, at the same time metal ore mining in the Eastern part of Germany is booming again, with a large number of metal mining projects in different stages of realization and some mines even under construction. This article gives not only an overview over the current situation – 4th mining boom („4. Berggeschrey“) – but focusses on the tasks and challenges of setting up new mines in a densely populated and highly industrialized country in the heart of Europe like staffing, mechanization and automation, health and safety, environmental protection, and the minimization of the ecological footprint.

Autoren: Prof. Dr.-Ing. Helmut Mischo, Technical University (TU) Bergakademie Freiberg, Freiberg/Germany, Prof. Dr. Bernhard Cramer, Sächsisches Oberbergamt, Freiberg/Germany

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Konzeption und erste Erfahrungen beim Abteufen von zwei Kali-Schächten in Weißrussland mit neuartigen Schachtbohrmaschinen: Konzeption und erste praktische Erfahrungen

Fig. 12. Decision made: Trimming the concrete form for its new position close to the face. // Bild 12. Entscheidung: Schalung nahe zur Sohle und Schalung verkürzt. Source/Quelle: Redpath Deilmann

In Weißrussland wird seit ca. 60 Jahren intensiv Kalibergbau betrieben, der bisher vom staatlichen Unternehmen Belaruskali in sechs Bergwerken durchgeführt wird. Seit 2011 wird das privat finanzierte Bergwerk Nezhinskiy in der Lagerstätte bei Soligorsk geplant und 2016 wurde mit dem Bau dieses Bergwerks auf der „grünen Wiese“ begonnen. Die Planung aus dem Jahr 2011 sah zunächst das Abteufen von zwei Schächten im Gefrierverfahren und mit Anwendung von Bohr-und Sprengarbeit vor. Im Jahr 2016 wurde vom zukünftigen Betreiber Slavkaliy entschieden, eine neue Technologie für das Abteufen anzuwenden, das mechanisierte Schachtbohren aus dem Vollen mit Maschinen der Herrenknecht AG, Schwanau.

Autor: Dipl.-Ing. Thomas Ahlbrecht, Redpath Deilmann GmbH, Dortmund/Germany

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Tailingsmanagement: Integrierte Lösungen für die Rückgewinnung und Wiederaufbereitung

Fig. 2. // Bild 2. IHC DMSU (Dry Mining Slurryfication Unit) (4).

Tailingsablagerungen sind überall dort auf der Welt zu finden, wo es laufende oder abgeschlossene Bergbauprojekte oder -aktivitäten gegeben hat. Diese vom Menschen geschaffenen „Lagerstätten“ stellen sowohl eine Herausforderung als auch eine interessante wirtschaftliche Rohstoffquelle dar. Dies gilt insbesondere dann, wenn die relevanten Rohstoffe und Bestandteile derartiger Ressourcen wirtschaftlich und effektiv gewonnen werden können. Der Mehrwert dieser Lagerstätten wurde erst in jüngerer Vergangenheit zunehmend interessanter und basiert auf der Erkenntnis, dass viele Tailingslagerstätten noch Rohstoffgehalte enthalten, die mit natürlich entstandenen Lagerstätten vergleichbar sind. Dies gilt insbesondere in den Anwendungsfällen, in denen sich die Qualität der natürlichen Erze beispielsweise in Bezug auf Gehalt und/oder Korngrößenverteilung der freigesetzten Erze verschlechtert.

Autoren: Ir. Henk van Muijen, Dr.-Ing. Tobias Vraetz, IHC Mining & Tunnelling, Kinderdijk/Netherlands

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Zur Lage des deutschen Auslandsbergbaus und seinen Perspektiven

Fig. 1. Top 3 producer countries in the global raw materials sector. // Bild 1. Top 3-Länderanteil an der weltweiten Rohstoffproduktion. Source/Quelle: DERA

Wirklich große deutsche Unternehmen mit Bergbaukompetenz sind leider inzwischen rar geworden und der deutsche Auslandsbergbau wird heute zu einem überwiegenden Teil von mittelständischen Unternehmen betrieben. Besorgniserregend ist die Monopolstellung Chinas im weltweiten Rohstoffmarkt sowohl auf der Angebots- wie auch auf der Abnehmerseite. Nüchtern betrachtet ist Deutschland in der Primärrohstoffgewinnung im internationalen Bergbau inzwischen eher unbedeutend. Der Markt hat sich ebenso verändert. Die deutsche Importabhängigkeit bei Rohstoffen steigt und auch was die Struktur der Rohstoffimporte anbelangt, ist bereits eine Veränderung zu beobachten. Der Import von Energierohstoffen verringert sich drastisch – nicht zuletzt aufgrund der Wirkung der deutschen Energiewende – während die Nachfrage nach Metallrohstoffen zunimmt. Leider werden derzeit im deutschen Auslandsbergbau überwiegend Rohstoffe gewonnen, die für die Rohstoffsicherung Deutschlands nicht …

Autor: Dr.-Ing. Martin Wedig, Fachvereinigung Auslandsbergbau (FAB) in der Vereinigung Rohstoffe und Bergbau (VRB) e. V., Berlin

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Afrika: Chancenkontinent in puncto Rohstoffgewinnung

Fig. 1. Mining in Africa will play a key role in the necessary development and growth of the African economy. // Bild 1. Der Bergbau in Afrika wird eine Schlüsselrolle in der notwendigen Entwicklung und dem Aufstieg der afrikanischen Wirtschaft spielen. Photo/Foto: FAB

Afrika ist ein Kontinent mit enormem Potential und die am zweitschnellsten wachsende Wirtschaftsregion nach Südostasien. Aktuell wird Bergbau in über 100 Ländern der Welt betrieben. Über 50 davon können als „Bergbauländer“ bezeichnet werden. Das sind Länder, in denen Bergbauprodukte über 6 % des Exports ausmachen und daher von sehr großer nationaler Bedeutung sind, nicht zuletzt, da so neue Arbeitsmöglichkeiten für die Bevölkerung entstehen. Über 90 % der Bergbauländer sind Entwicklungsländer, von denen die meisten in Afrika liegen. In Anbetracht der weiter steigenden Weltbevölkerung und wachsender materieller Ansprüche insbesondere in den Schwellenländern wird der Bedarf an Energie und mineralischen Rohstoffen noch erheblich zunehmen. Dies schließt natürlich auch den afrikanischen Kontinent ein. Ein fairer und effizienter Bergbau  …

Autor: Dr.-Ing. Martin Wedig, Fachvereinigung Auslandsbergbau (FAB) in der Vereinigung Rohstoffe und Bergbau (VRB) e. V., Berlin

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