Glück Auf!

Im Mittelpunkt des vorliegenden Hefts des Mining Report Glückauf steht einmal mehr das Thema Technik, ergänzt um Beiträge zu den Aktivitäten Chinas auf den weltweiten Rohstoffmärkten sowie dem traditionellen jährlichen Rückblick auf den Steinkohlenmarkt in Deutschland.

Im Vordergrund der technischen Entwicklungen stehen intelligente Systeme, die Schritte hin zur weiteren Automatisierung weisen und helfen, mit den vorhandenen Ressourcen verantwortlich umzugehen.

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Mit freundlichem Glückauf, Andreas-Peter Sitte
Chefredakteur Mining Report Glückauf, Essen

AUSGABE 02/2018

Intelligenter Teleskopausleger für untertägige Beraubearbeiten

Fig. 2. Schematic illustration of the tele­scopic boom including the sensor positions of the measuring system. // Bild 2. Schematische Abbildung des Teleskopauslegers inklusive der Sensorpositionen des Messsystems.

Durch die Kooperation der TML Technik GmbH, Monheim, mit dem Institute for Advanced Mining Technologies (AMT) der RWTH Aachen wird eine Synergie zwischen den Kompetenzfeldern „innovative Konstruktion und Fertigung von Teleskopauslegern“ sowie „Entwicklung intelligenter, bergbautauglicher Condition Monitoring Systeme“ in Form eines noch nicht am Markt erhältlichen intelligenten Teleskopauslegers geschaffen. Ein bergbautaugliches und dementsprechend robustes System aus intelligentem Online-Belastungsmonitoring sowie einer Zustandsüberwachung von einzelnen Maschinenkomponenten ist bisher in keinem vergleichbaren Teleskopausleger eingesetzt worden.

Autoren: Christian Niedringhaus, M.Sc., Tobias Vraetz, M.Sc., Dipl.-Wirt.-Ing. Christian Bernet, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Karl Nienhaus, Institute for Advanced Mining Technologies (AMT), RWTH Aachen University, Aachen/Germany

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Smarter Mining – Instandhaltungstechnik von Epiroc

Bei voranschreitender Lebensdauer von Maschinen und Geräten steigen die Wartungs- und Servicekosten durch Zunahme von Verschleiß und Abnutzung. Dadurch müssen vermehrt Teile gewechselt oder repariert werden. Gleichzeitig sinkt der eigentliche Wert der Maschine mit der Lebensdauer. Demzufolge stehen viele Unternehmen wiederholt vor der Entscheidung, ob es sich lohnt, eine Maschine reparieren bzw. generalüberholen zu lassen oder sie neu anzuschaffen. Einen besonderen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit hat diese Problemstellung in der Bergbaubranche. Hier werden Großgeräte eingesetzt, deren Anschaffungspreis und Betriebskosten entscheidend …

Autor: Christel Füllenbach, Business Line Manager Mining and Rock Excavation Service, Epiroc Deutschland GmbH, Essen/Germany

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Aus Förderelement wird intelligenter, vernetzter Betriebsassistent: Ketten – smarter und sicherer mit Sensoren

Fig. 3. Smartphone versus sensor chain. // Bild 3. Smartphone vs. Sensor-Kette.

Die Entwicklungen in der Bergbaukettentechnik haben zu einer enormen Steigerung der übertragbaren Leistungen und damit zur Erhöhung der Förderleistungen sowie zur Verlängerung der Gewinnungsfront geführt. Dabei wurden die Möglichkeiten der zur Verfügung stehenden Werkstoffe weitgehend ausgeschöpft. Ebenso wurden die räumlichen Restriktionen der untertägigen Kettenförderer durch geometrisch kompaktere Kettengliedformen zu Grenzen hin entwickelt. Dabei ist die Kraftsplittung auf zwei Stränge bei der herrschenden Leistungsdichte in der Strebfördertechnik ohnehin Standard. Verbesserung und weitere Leistungssteigerungen sind aus heutiger Sicht mithilfe einer echtzeitnahen Überwachung der Kräfte und Zustände in der Kette möglich, um die bislang in Form und Ausprägung nur abschätzbaren Beanspruchungen exakt zu erfassen und zu bewerten.

Autor: Prof. Dr.-Ing. Günther Philipp, Geschäftsführer, THIELE GmbH & Co. KG, Iserlohn/Germany

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Hauptgrubenlüfter „Made in Germany“ für russisches Kokskohlebergwerk Uvalnaja

Fig. 2. Overview of the operating and reserve fan station. // Bild 2. Gesamtübersicht Betriebs- und Reserve-Ventilatorstation. Source/Quelle: Korfmann

In der Nähe der russischen Stadt Novukuznetsk befindet sich das neue Kokskohlebergwerk Uvalnaja. Betreiber ist das russische Kohleunternehmen JSC „UK Sibirskaja“. Im August 2017 wurde die erste Kohle zutage gefördert – die Planung sieht eine sukzessive Inbetriebnahme von weiteren Flözen im Zweijahrestakt vor. Die Lagerstättenvorräte sind so groß, dass ein Abbau über mehrere Jahrzehnte anvisiert wird. Analysen und Versuche haben darüber hinaus gezeigt, dass die dort gelagerte Kokskohle im Vergleich zu anderen Lagerstätten über einige herausragende Eigenschaften verfügt, wie z. B. einen geringen Gasinnendruck. Um sowohl die vorgeschalteten untertägigen Arbeiten für das zu erschließende Baufeld „Uvalnaja Süd-West“ zu ermöglichen, als auch die Arbeitssicherheit für die dort beschäftigten Bergleute zu gewährleisten, war die Planung einer effizienten Bewetterung von essenzieller Bedeutung.

Autoren: Patrick Schneider M. Sc., Corinna Both, M. Sc., CFT GmbH Compact Filter Technic, Gladbeck/Germany

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Mehr Verarbeitung in Chile. Eine notwendige Herausforderung.

Der Bergbau unterliegt einer Reihe betrieblicher Einschränkungen, insbesondere durch die von ihm erzeugten Umweltbelastungen. Die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Rentabilität des Geschäfts zwingen die Industrie zur Einführung neuer kostenmindernder Technologien und Prozesse. Dieser Artikel analysiert insbesondere einen der strukturellen Faktoren des chilenischen Bergbaus: die Präsenz verunreinigter Konzentrate. Davon ausgehend beschreibt er, wie ein spezifisches Projekt von EcoMetales Ltd., Santiago/Chile, eine Lösung anbietet und sich zusätzlich noch einiger weiterer Herausforderungen annimmt.

Autor: Iván Valenzuela, General Manager, EcoMetales Ltd., Santiago/Chile

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Von China lernen!

Der Aufstieg Chinas dürfte einer der größten transformativen Prozesse unserer Zeit bleiben. Und doch fehlt vielen von uns die Phantasie zu verstehen, welche Implikationen mit diesem Aufstieg verbunden sind, seien es politische, solche die die Sicherheit betreffen oder wirtschaftliche Auswirkungen auf die ganze Welt. Es kann daher nicht falsch sein, die Sensibilität dafür weiter zu schärfen, wo überall im Ausland China inzwischen aktiv ist, um seiner Wirtschaft den nötigen Kraftstoff zu geben. Dabei verordnete das System in Peking den Konzernen und Experten in China und chinesischen Investoren im Ausland inzwischen durchaus auch, Aspekte wie Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit zu bedenken. China ist inzwischen weltweit die zweitgrößte Wirtschaftsmacht und fährt eine klare geopolitische Außenwirtschafts- und Rohstoffstrategie. Der chinesische Appetit auf Rohstoffe hilft mit, die Welt zu transformieren. Das alles wird durch kollektive Geschlossenheit in einem Land mit einem Ein-Parteien-System und dem Ehrgeiz ermöglicht, das Reich der Mitte wieder zum Zentrum der Welt zu machen.

Autor: Peter von Hartlieb, Bereichsleiter Netzwerk Bergbauwirtschaft SMART MINING global der EnergieAgentur.NRW, Düsseldorf

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Steinkohle 2017

Fig. 5. Prosper-Haniel mine. // Bild 5. Prosper-Haniel. Photo/Foto: RAG

Der Steinkohlenmarkt in Deutschland erlebte im Jahr 2017 einen außerordentlich starken Einbruch, das Niveau des Steinkohlenverbrauchs sank insgesamt um über 11 % auf 50,3 Mio. t SKE, den niedrigsten Wert seit dem Jahr 1990, bezogen auf Westdeutschland sogar seit dem Jahr 1945. Hauptursache waren Verdrängungseffekte in der Stromerzeugung. Die heimische Steinkohlenförderung ist gemäß den politischen Vorgaben für den sozialverträglichen Auslaufprozess planmäßig weiter zurückgeführt worden und steht nun in ihrem letzten Jahr. Weltweit haben sich Steinkohlenproduktion und -verbrauch im vergangenen Jahr stabilisiert, allerdings mit regional gegenläufigen Tendenzen.

Autoren: Dipl.-Ökonom Dr. Kai van de Loo, Gesamtverband Steinkohle e.V. (GVSt), Essen, Dipl.-Ing. Andreas-Peter Sitte, Moers

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