Glückauf!

Der Bergbau und die globale Rohstoffwirtschaft insgesamt stehen mehr denn je im Fokus des öffentlichen Interesses. Die Versorgung mit Rohstoffen soll einerseits sicher, preiswert und zuverlässig sein, andererseits sollen diese Rohstoffe nachhaltig gefördert, transportiert und bereitgestellt werden. Für Deutschland, das mittlerweile zum weitaus überwiegenden Teil bei Energie-, metallischen und den sogenannten kritischen Rohstoffen von Importen abhängig ist, bedeutet dies, sich Gedanken darüber machen zu müssen, wie die Versorgung nicht zuletzt auch angesichts starker internationaler Nachfragekonkurrenz … Mehr lesen

Mit freundlichem Glückauf, Andreas-Peter Sitte
Chefredakteur Mining Report Glückauf, Essen

AUSGABE 03/2022 // SCHWERPUNKT: MINING NETWORKS

Weiterbetrieb des Deponiestandorts Vereinigte Ville in einem ehemaligen Braunkohlentagebau

Seit Einstellung der Braunkohlengewinnung wird der Tagebau als Deponiestandort zur geordneten Entsorgung von Abfällen genutzt. Foto: Dr.-Ing. Asen-baum

Der ausgekohlte Braunkohlentagebau Vereinigte Ville südlich von Köln wird seit den 1970er Jahren als Deponiestandort genutzt. Dort werden heute auf einer Fläche von 300 ha jährlich rd. 1,7 Mio. t mineralische Abfälle in den Deponieklassen I, II und III entsorgt. Das derzeitig genehmigte Gesamtvolumen beträgt rd. 90 Mio. m3. An dem Standort sind rd. 60 Mitarbeiter beschäftigt. Der Standort soll im Sinne der Ressourcenschonung weiterentwickelt werden. Vorgesehen ist die Stilllegung der alten Deponieabschnitte, der Bau einer Zwischenabdichtung und der Weiterbetrieb der Deponien nach dem Stand der Technik. Die hierfür erforderlichen umweltrelevanten Erhebungen wurden durchgeführt …

Autor: Ass. d. B. Dr.-Ing Peter Asenbaum, Dezernat 61, Abteilung Bergbau und Energie in Nordrhein-Westfalen, Bezirksregierung Arnsberg, Dortmund

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EITI – Mit globalen Netzwerkstrukturen zu nachhaltigen Good Governance-Konzepten für Bergbau und Rohstoffgewinnung

Zahlen und Fakten zur EITI. Quelle: D-EITI, Foliensammlung

Der internationale Bergbau und die globale Rohstoffwirtschaft stehen heute mehr denn je im gesellschaftlichen Fokus. Einerseits soll eine zuverlässige Versorgung mit Rohstoffen, insbesondere der sogenannten Verknappungsrohstoffe für Hightech-Produkte und Energiewende sichergestellt, andererseits sollen Rohstoffe nachhaltig und sauber gefördert und bereitgestellt werden. Im Umfeld einer solchen globalen Rohstoff- und Politiklandschaft können technologische Lösungen allein diesem Anspruch nicht mehr gerecht werden. Es bedarf neuer Ansätze, die intermediär sozioökologische und sozioökonomische Modelle nachhaltig …

Autor: Ass. d. B. Dipl.-Ing. Friedrich Wilhelm Wagner, Mitglied der MSG D-EITI, Sprockhövel

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Das German Mining Network: Internationale Rohstoffkompetenz für deutsche Unternehmen

Mitglieder des German Mining Networks. Quelle: AMT

In Zeiten zunehmender Informationsdichte, rasanter Beschleunigung und internationalen Innovationsdrucks bietet der rasche Zugang zu Informationen und Kontakten entscheidende Wettbewerbsvorteile. Hier setzt das 2016 ins Leben gerufene German Mining Network (GMN) an, dessen Partner, Angebote und Funktionsweise in diesem Artikel erläutert werden. Das Netzwerk bietet deutschen Unternehmen im In- und Ausland einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu Informationen, Ansprechpartnern und Industriekontakten in relevanten Rohstoffmärkten. Als internationales Kompetenznetzwerk im Bereich der internationalen Märkte für …

Autoren: Aarti Sörensen M. A., Univ.-Prof. Dr.-Ing. Elisabeth Clausen, Institute for Advanced Mining Technologies (AMT), RWTH Aachen University, Aachen/Germany

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Netzwerke in der Bergbauzulieferindustrie

Die größten Lieferländer für Bergbauausrüstung. Quelle: VDMA

Im deutschen Maschinenbau sind die Bergbauzulieferer eine eher kleine Branche. Sie sind überwiegend mittelständisch geprägt. Entsprechend gering ist die Marktmacht der einzelnen Unternehmen allein. Dies und die im Bergbau traditionell enge Verbundenheit untereinander führt dazu, sich in verschiedenen Formen und Gremien zusammenzuschließen, um sich über gemeinsame Themen auszutauschen und gemeinsame Interessen gegenüber Dritten besser durchsetzen zu können.

Autor: RA Klaus Stöckmann, Stellvertretender Geschäftsführer, VDMA Mining, Frankfurt/M.

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Netzwerke und strategische Partner stärken smarten Bergbau

Abschluss eines Letter of Intent zwischen dem Unternehmensverband Antofagasta/Chile und dem Netzwerk Bergbautechnik der EnergieAgentur.NRW in Anwesenheit der damaligen Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft (l.), und der damaligen Bergbauministerin Chiles, ­Aurora Williams (2. v. r.). Foto: Hartlieb

Auch vor dem aktuellen Hintergrund der dramatischen Verwerfungen durch den Ukrainekrieg mit Auswirkungen, die noch lange spürbar sein werden, dürfte eines klar sein: Die Arbeit der Menschen und Unternehmen wird in Zukunft wieder mehr durch Eigenschaften und Merkmale wie soziale Interaktion, Empathie, Kreativität und besondere Fähigkeiten geprägt sein. Smarte Technologien werden dabei helfen, Umweltfolgen des Bergbaus abzufedern. Die globalen Auswirkungen der Pandemie sind nicht zu leugnen. Der Bergbausektor berichtet von einer Mischung aus Problemen und Trends, die auftreten werden, wenn die Welt …

Autor: Peter von Hartlieb, EE Energy Engineers GmbH, Gelsenkirchen

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Die Entwicklung der Societät der Bergbaukunde (SOMP) zu einer weltweiten akademischen Institution

Teilnehmer der Regionalsitzung in Windhoek/Namibia, 2015. Photo: Harmony Musiyaria

Seit ihrer Gründung im Jahr 1990 hat die Society of Mining Professors/Societät der Bergbaukunde (SOMP) durch ihre Unterstützung im Bereich der Bergbaukunde und ihre Beiträge zu Forschung, Bildung, Transfer und weitere gemeinschaftliche Aktivitäten ihrer Mitglieder eine entscheidende Rolle gespielt. Die SOMP ist weiterhin die führende internationale Gesellschaft für Fachleute der Bergbaukunde und anerkannt für effizientes Netzwerken, die Unterstützung von Zusammenarbeit und Innovation in Forschung, Lehre und Ausbildung sowie für ihre Bedeutung und ihren Einfluss auf den weltweiten Bergbau und die Gesellschaft im Allgemeinen. Zu Beginn war die Societät vorwiegend ein europäischer Zusammenschluss führender Akademiker aus dem Fachbereich Bergbau. Bis heute hat sich die SOMP zu einer weltweiten Gemeinschaft mit …

Autoren: Prof. Dr. Vladislav Kecojevic, Secretary-General of the Society of Mining Professors/Societät der Bergbaukunde (SOMP), Robert E. Murray Chair and Professor of Mining Engineering at West Virginia University (WVU), Morgantown, West Virginia/USA, Prof. Dr. Harmony Musiyaria, President of SOMP 2021/2022 and Head of the Department of Mining and Process Engineering (DMPE), Namibia University of Science and Technology (NUST), Windhoek/Namibia, Univ.-Prof. Dr. Oliver Langefeld, President of SOMP 2022/2023 and Head of the Mining Institute, TU Clausthal University, Clausthal-Zellerfeld/Germany, Prof. Dr. Jürgen Kretschmann, President of SOMP 2018/2019 and President of the TH Georg Agricola University (THGA), Bochum/Germany

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Der Bergbau in der Mongolei im Jahr 2021 – Zehn Jahre nach dem Deutsch-Mongolischen Rohstoffabkommen

Rohstoffproduktion und industrielle Produktion der Mongolei. Quelle: Mongolian Statistical Information Service

Die Mongolei zählt zu den zehn rohstoffreichsten Ländern der Erde. So befinden sich im Süden des mit insgesamt rd. 3,2 Mio. Einwohnern nur sehr dünn besiedelten Landes in der Wüste Gobi gigantische Lagerstätten von Kupfer, Silber, Gold, Kohle, Flussspat und anderen Rohstoffen, die zu den größten der Welt zählen. Dabei gehören Kohle und insbesondere die Kokskohle, Kupfer und Gold zu den wichtigsten Vorkommen und machen etwa 89 % der Exportwirtschaft der Mongolei sowie über 20 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) des Landes aus. Dementsprechend ist der Bergbau heute aus volkswirtschaftlicher Sicht der wichtigste Industriesektor des Landes. Aber die Mongolei verfügt auch über Molybdän, Wolfram, Zink, Uran und die knappen Rohstoffe der Seltenen Erden, bei deren Gewinnung China bislang…

Autoren: Prof. Dr.-Ing. Thomas Hollenberg und Prof. Dr.-Ing. Bayanmunkh Myagmarsuren, Deutsch-Mongolische Hochschule für Rohstoffe und Technologie (DMHT), Ulaanbataar/Mongolei, Dr. Frank Wullkopf, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Ulaanbataar/Mongolei

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Nachhaltige Rohstoffgewinnung

Windräder auf der Bergehalde Brinkfortsheide in Marl. Foto: RVR

Gewährleistet das bisherige Bundesbergrecht bereits eine nachhaltige Rohstoffgewinnung – oder muss es mit diesem Ziel reformiert werden? Der Koalitionsvertrag der Parteien der aktuellen Ampel-Koalition in Deutschland will dieses Recht auf die Sicherung einer nachhaltigen Rohstoffversorgung sowie ökologisch ausrichten – bei gleichzeitiger Erleichterung des heimischen Rohstoffabbaus.

Autor: Prof. Dr. Walter Frenz, Maître en Droit Public, RWTH Aachen University, Aachen/Germany

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