Glückauf!

Liebe Leserinnen und Leser,
gemeinhin startet ein Vorwort wie dieses in etwa so: „Sie halten die erste Ausgabe unserer Zeitschrift im Jahr 2026 in den Händen.“ Diesmal ist es anders, denn ab dem Heft Nummer eins in diesem Jahr 2026 erscheint die Mining Report Glückauf ausschließlich digital und in englischer Sprache.


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Das Aufmacherbild zeigt die 3-D-Darstellung des digitalen Oberflächenmodells alter Abschnitte des ehemaligen Goldbergwerks bei Korbach. Quelle: TUBAF

Schwerpunktthema:
Altbergbau

Editorial Post Mining



AUSGABE 01/2026 // SCHWERPUNKT: Altbergbau


Blue Mining – Vorausschauende Bergwerksplanung


Aspects of the expanded Blue Mining approach.
Der Blue-Mining-Ansatz integriert Energie, Ergonomie, Wasser und Kreislaufwirtschaft zu einem nachhaltigen Bergbaukonzept. Im Fokus stehen energieeffiziente Bergwerke, die intelligente Nutzung bestehender Infrastrukturen als Speicher sowie optimiertes Wassermanagement. Menschzentrierte Arbeitsplätze und Automatisierung fördern Sicherheit und Effizienz. Die Kreislaufwirtschaft ermöglicht Wiederverwertung und nachhaltige Umnutzung von Ressourcen und Anlagen. Zentral ist die frühzeitige Planung der Nachnutzung …

Autoren: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Oliver Langefeld, Mareike Schubert, M.Sc., Dr.-Ing. Angela Binder, Yichen Jiang, M.Sc., Clausthal University of Technology, Institute of Geotechnology and Mineral Resources, Department of Mining, Clausthal-Zellerfeld/Germany

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Geothermische Nachnutzung gefluteter Untertagebergwerke am Beispiel eines Grubenwärmespeichers


Schematic representation of geothermal development possibilities for flooded underground mines.
In den letzten Jahrzehnten wurde ehemalige Bergbauinfrastruktur vorwiegend als finanzielle und Umweltbelastung wahrgenommen. Eine geothermische Nachnutzung erfolgte bislang lediglich im Rahmen weniger Projekte. In letzter Zeit lässt sich diesbezüglich jedoch ein Paradigmenwechsel beobachten. Geflutete untertägige Grubenbaue eines stillgelegten Bergwerks können eine geothermische Ressource darstellen, bei der unter bestimmten Umständen das Grubenwasser zum Heizen oder Kühlen verwendet werden kann. Weltweit gibt es aktuell mehr als fünfzig Grubenwassergeothermieanlagen, wobei sich die meisten in Europa und Nordamerika befinden und für Heizzwecke genutzt werden …

Autoren: Elke Mugova, Stefan Klein, Dr. Florian Hahn, Fraunhofer Research Institution for Energy Infrastructures and Geotechnologies IEG, Bochum/Germany

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Re-Mining von Grubenwasserschlämmenein Update zurerfolgreichen Metallgewinnung


Conducting the experiment. Clockwise from top left: Two 10 g dried tablets of the precipitation product from Ibbenbüren; ignited arc; elemental iron (sample MP2-Fe) and slag (sample MP2-S) as end products. Photos: B. Reker / FZN
Im Rahmen des Forschungsprojektes IAW33 wurde eine systematische Untersuchung der Fällungsprodukte der Grubenwässer an den aktiven Wasserhaltungsstandorten im Ruhrgebiet, im Saarland und in Ibbenbüren hinsichtlich der in ihnen enthaltenen kritischen und ökonomisch wertvollen Elemente durchgeführt. Als Ergebnis dieser Analysen hat sich der Standort Ibbenbüren als vielversprechend für eine mögliche Gewinnung einiger kritischer Metalle herausgestellt …

Autoren: Dr. rer. nat. Bastian Reker, Jule Gleba, B.Sc., Georg Agricola University of Applied Sciences, Research Center of Post-Mining, Bochum/Germany, Dr.-Ing. Matic Jovičević-Klug, Dr. Patricia Jovičević-Klug, Max Planck Institute for Sustainable Materials, Düsseldorf/Germany, Dr.-Ing. Sebastian Westermann, Georg Agricola University of Applied Sciences, Research Center of Post-Mining, Bochum/Germany

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Entwicklung und Umsetzung eines innovativen Verwahrungskonzeptes für kleinere Schächte im Erzbergbau


Partially filled textile element in the shaft, looking vertically downwards. Source: Sachtleben Bergbau Verwaltungs-GmbH
Im Jahr 2024 wurde im Rahmen von Erkundungsarbeiten im Bereich des tagesnahen Bergbaus der Grube Meggen ein historischer Wetterschacht bohrtechnisch erkundet. Dabei zeigte sich, dass der gestuft aufgefahrene Schacht im tagesnahen Abschnitt mit Lockermassen teilverfüllt war, darunter, bis in eine Teufe von ca. 64 m, allerdings offen stand. Da sich gutachterlich für den Ausgangszustand die dauerhafte Standsicherheit nicht nachweisen ließ, musste ein Sanierungsverfahren entwickelt werden …

Autor: Christian Grineisen, M.Sc., Sachtleben Bergbau Verwaltungs-GmbH, Lennestadt/Germany

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Neue Möglichkeiten der markscheiderischen Dokumentation und Visualisierung im Altbergbau


Point cloud of the Greisen body II and representation of surface normal.
Die Verfügbarkeit neuartiger, kompakter Multi-Sensor-Scan-Technologien – insbesondere unter Einbindung von LiDAR und bildgebender Sensorik – ermöglicht eine zeitsparende und häufig hinreichend präzise Erfassung von 3D-Geometrien unter Tage. Auf dieser Datengrundlage lassen sich farbaugmentierte Punktwolken sowie vernetzte 3D-Modelle erzeugen, die vielfältige Einsatzmöglichkeiten eröffnen: von der geologischen und ingenieurgeologischen Kartierung bis hin zur anschaulichen 3D-Visualisierung im Rahmen von Ausstellungen …

Autoren: Paulina Loskot, M. Sc., Prof. Dr.-Ing. Jörg Benndorf, Dr.-Ing. Thomas Martienßen, TU Bergakademie Freiberg, Institute of Mine Surveying and Geodesy, Freiberg/Germany

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Das neue CCS-Gesetz für Deutschland


Durch das neue Kohlendioxid-Speicherung-und-Transport-Gesetz (KSpTG) wurde die CO2-Speicherung auf den Weg gebracht. Schon der Koalitionsvertrag enthält wichtige Eckpunkte, die deutlich von denen der Ampelkoalition abweichen. Insgesamt soll die CO2-Speicherung auch den Energiesektor erfassen, jedoch ohne die hiesige Kohleverstromung. Es wurden strenge Standards festgelegt, damit keine Altlasten der Zukunft entstehen. Wann die ersten Leitungen und Speicher in Betrieb gehen, ist noch nicht konkret absehbar …

Autor: Prof. Dr. jur. Walter Frenz, Maître en Droit Public, RWTH Aachen University, Aachen/Germany

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