Glückauf!


Im Mittelpunkt der vorliegenden Ausgabe des Mining Report Glückauf (MRG) stehen diesmal Themen, die wir hier nicht so häufig aufgreifen, die deshalb aber nicht minder interessant sind. In einem ersten Beitrag in diesem Zusammenhang geht es um die Frage, wie neue Technologien, Trends und Entwicklungen Eingang in bestehende Normen und Normungsprojekte finden. Dabei spielen die Themen Digitalisierung, Automatisierung und Operabilität eine wesentliche Rolle. Nicht alles, was sich im Bereich der Digitalisierung und Automatisierung abspielt, lässt sich in Normen fassen. Erreichbar ist es jedoch, eine Basis für die … Mehr lesen

Mit freundlichem Glückauf, Andreas-Peter Sitte
Chefredakteur Mining Report Glückauf, Essen

AUSGABE 05/2021

Bergbauflächenvereinbarung (BBFV) RUHR – Untersuchung zur Wirksamkeit einer neuen Kooperationsform

Bergbauflächen-Vereinbarung. Quelle: www.rvr.ruhr

Die vergangene Bergbauindustrie hat langfristige Spuren in der Gebietsstruktur des Ruhrgebiets hinterlassen. Der verantwortungsvolle Umgang mit dem montanhistorischen Erbe im Sinne der nachhaltigen Regionalentwicklungen stellt eine große Herausforderung dar. Im Jahr 2014 haben die betroffenen 17 Kommunen und Kreise gemeinsam mit der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, der RAG Aktiengesellschaft sowie dem Regionalverband Ruhr (RVR) die „Bergbauflächen-Vereinbarung | Vereinbarung zur vorausschauenden Revitalisierung bedeutsamer Bergbauflächen“ (BBFV) beschlossen. Sie bildet damit formell das Verständnis einer gemeinsamen regionalen Verantwortung, um eine nachhaltige Folgenutzung für regionalökonomisch und städtebaulich bedeutsame Bergbauflächen zu gewährleisten. In den Verhandlungen zwischen den Partnern wurde der Grundstein für ein gemeinsames Verständnis der Priorisierung zu entwickelnder Flächen gelegt. Die Vereinbarung bietet einen Rahmen für kurze Informations- und Entscheidungswege sowie  …

Autor: Dipl.-Ing. Jürgen Brüggemann, Forschungszentrum Nachbergbau (FZN), Technische Hochschule Georg Agricola (THGA), Bochum

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Verfüllung von Tagebauen mit standortfremden Bodenmaterialien

Tagebau Rheinbach-Flerzheim. Foto: Bezirksregierung Arnsberg, Waerder

Nordrhein-Westfalen gehört zu den rohstoffreichsten Bundesländern. In zahlreichen Steine- und Erdenbetrieben werden Quarzkiese, Quarzsande, Tone und Festgesteine, sofern diese den Vorgaben des Bundesberggesetzes (BBergG) unterliegen unter Aufsicht der Bezirksregierung Arnsberg, Abteilung Bergbau und Energie in Nordrhein-Westfalen (Bergbehörde NRW), Dortmund, gewonnen.

Nach Maßgabe der in Betriebsplanzulassungen getroffenen Regelungen für die Wiedernutzbarmachung der vom Bergbau in Anspruch genommenen Oberfläche ist häufig das mit der Bodenschatzentnahme entstandene Massendefizit nach Einstellung der Gewinnung in einem Abbauabschnitt durch Verfüllung wieder auszugleichen, teilweise mit eigenem Abraum – Lehm/Schluff, nicht vermarktbarer Sand, Kies und Ton – teilweise aber auch …

Autor: BR Dipl.-Ing. Thomas Waerder, Dezernat 62, Abteilung Bergbau und Energie in NRW, Bezirksregierung Arnsberg, Dortmund

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Digitalisierung, Automatisierung, Interoperabilität – Normung auf internationaler Ebene

Mitglieder ISO/TC 82 „Mining“. Quelle: www.iso.org

Digitalisierung, Automatisierung, Interoperabilität – drei Schlagworte, die häufig verwendet werden, die aber, wenn sie umgesetzt werden, oft an der Interoperabilität scheitern. Um dies zu ändern, fordert die Industrie, die Barrieren der Interoperabilität zu beseitigen. Dass alles im Bereich der Digitalisierung und Automatisierung genormt wird, ist eine Wunschvorstellung, die sich wohl nie erfüllen wird. Was sich erreichen lässt, ist, die Basis für die Interoperabilität zu schaffen. Die Normung hat sich den aktuellen Stand der Technik anzunehmen und …

Autor: Dipl.-Ing. Jörn Lehmann, Leiter Normung, VDMA Mining, Frankfurt/M.

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Verschleißprobleme? – Mit Laborversuchen und numerischer Simulation zur optimalen Werkstoffauswahl

Links: Versuchsaufbau nach ASTM G65-16, rechts: eingesetzter Prüfstand.

Aufgrund der hohen Kosten, die jährlich durch Verschleiß entstehen und einige Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen können, ist es zwingend notwendig, diese durch geeignete Verschleißschutzsysteme zu minimieren. Hierfür sind genaue Kenntnisse des Einsatzgebiets der jeweiligen Bauteile und Anlagen- oder Maschinenkomponenten erforderlich, da diese häufig überlagerten Beanspruchungen von verschiedenen Abtragsmechanismen unterliegen. Das Verschleißverhalten hängt von den Werkstoffeigenschaften …

Autoren: Prof. Dr. Andreas Kern, Dr. Christian Heet, Dr. Franz Domenic Boos, Błażej Kempinski M.Sc., Dr. Dennis Maximilian Röllinger, thyssenkrupp Steel Europe AG, Duisburg

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Kalkabbau unter Tage der Rheinkalk GmbH in Wülfrath – ein neues Bergwerk für die Rohstoff­versorgung in Nordrhein-Westfalen – vom Antrag bis zur Gewinnung

In Deutschland wird aus rd. 200 Betrieben Karbonatgestein gewonnen. Foto: Rheinkalk GmbH

Die Lhoist Germany Rheinkalk GmbH, Wülfrath, plant zur Steigerung des Lagerstättenausbringens am Standort Wülfrath einen untertägigen Versuchsbetrieb (Versuchsbergwerk Rohdenhaus), um die wirtschaftliche Gewinnbarkeit von Lagerstättenpartien zu überprüfen, welche für die übertägige Gewinnung nicht zugänglich sind. Dazu soll im Tagebau Rohdenhaus Nord, unter Berücksichtigung bergtechnischer Aspekte wie Lage und Anordnung der Zugangsportale, Förderanschluss an die bestehende Vorbrecheranlage, ausreichende Überdeckung und gewinnbarer Kalksteinvorrat, ein Versuchsbergwerk errichtet und betrieben werden. Nach Vorgesprächen in den Jahren 2015 bzw. 2016 hat der Unternehmer …

Autor: RBr AdB Dipl.-Ing. Markus Billermann, Dezernat 62, Abteilung Bergbau und Energie in NRW, Bezirksregierung Arnsberg, Dortmund

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Gründung der Wasserwirtschaftsstelle der Westfälischen Berggewerkschaftskasse vor 100 Jahren

Im Jahr 2021 jährt sich die Gründung der Wasserwirtschaftsstelle der Westfälischen Berggewerkschaftskasse zum 100. Mal. Diese Institution existiert bis heute, wenn auch in veränderter Form und unter anderem Namen. Dieser Umstand unterstreicht die Bedeutung der Einrichtung für den Bergbau und Nachbergbau. Die Geschichte und die wechselvollen Aufgaben in 100 Jahren als unabhängige Institution für den Bergbau und die Behörden belegen die praktische Erfahrung und das erworbene Wissen.

Autoren: Dipl.-Geol. Melanie Schwermann, Forschungszentrum Nachbergbau (FZN), Technische Hochschule GeorgAgricola (THGA), Bochum, Dipl.-Math. Holger Kories und Dipl.-Geol. Peter Rüterkamp, Abteilung Hydrogeologie, DMT GmbH & Co. KG, Essen, Prof. Dr. Wilhelm G. Coldewey, Institut f. Geologie und Paläontologie, Westfälische Wilhelms-Universität (WWU), Münster

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