Zentrale Wasserhaltung Haus Aden nimmt Betrieb auf
Erstmals seit dem Beginn des Grubenwasseranstiegs im Jahr 2019 wird aufbereitetes Grubenwasser in die Lippe eingeleitet.
Die RAG Aktiengesellschaft (RAG) nimmt die Zentrale Wasserhaltung Haus Aden in Bergkamen schrittweise in Betrieb. Seit dem 6. Oktober 2026, wird erstmals aufbereitetes Grubenwasser in die Lippe eingeleitet. Grundlage dafür ist die wasserrechtliche Erlaubnis der Bezirksregierung Arnsberg vom 28. September 2026.
Haus Aden ist mit Hebestandort und Grubenwasseraufbereitungsanlage ein bedeutender Wasserhaltungsstandort der RAG für das östliche Ruhrgebiet. Er ist Teil des Grubenwasserkonzepts, mit dem die Wasserhaltung auf sechs Standorte im Ruhrgebiet konzentriert wird. Mit dem Beginn der Einleitung des aufbereiteten Grubenwassers nimmt die Wasserhaltung am Standort Haus Aden nun ihren Betrieb auf. Vorangegangen waren in den letzten Tagen noch umfängliche Funktionstests.
Die dauerhafte Hebung von Grubenwasser gehört zu den Aufgaben der RAG im Nachbergbau. Sie dient dazu, den Grubenwasserstand kontrolliert zu begrenzen und langfristig zu halten. Bevor das Wasser in die Lippe eingeleitet wird, wird es in der Aufbereitungsanlage hinsichtlich seines Eisengehalts behandelt. So wird die Wasserqualität vor der Einleitung gezielt verbessert.
Die Einleitung erfolgt zunächst mit einer Teilmenge von 8,5 m2/min Der Betrieb wird durch behördliche Vorgaben, gutachterliche Bewertungen und ein kontinuierliches Monitoring begleitet.
„Mit Haus Aden nehmen wir einen wichtigen Baustein unserer langfristigen Verantwortung im Nachbergbau in Betrieb. Uns ist bewusst, dass die Einleitung in die Lippe die Menschen in der Region bewegt. Deshalb informieren wir über die einzelnen Schritte, die fachlichen Grundlagen und die Ergebnisse des Monitorings transparent und nachvollziehbar“, sagt Joachim Löchte, Vorstand Technik der RAG Aktiengesellschaft.
In den kommenden Wochen wird die RAG die Anlage bei einem Medientermin vor Ort ausführlich vorstellen. Dabei geht es um die Funktion des Hebestandorts und der Aufbereitungsanlage, den Ablauf der Einleitung sowie die begleitenden Kontrollen und weiteren Schritte. (RAG/MRG)

