Kurznachrichten 2026

Helmuth-Burckhardt-Preis 2026 geht an Sana Mehmandoust von der TU Clausthal

VRB würdigt hervorragende Studienleistungen, praxisorientierte Forschung und internationales Engagement einer jungen Bergbauingenieurin

Die Vereinigung Rohstoffe und Bergbau e. V. (VRB) hat den diesjährigen Helmuth-Burckhardt-Preis an Sana Mehmandoust, M. Sc., von der Technischen Universität Clausthal verliehen. Die mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung wurde im Rahmen der VRB-Jahrestagung in Berlin überreicht. Mit dem Preis würdigt der Spitzenverband des deutschen Bergbaus herausragende akademische Leistungen, fachliches Engagement und das besondere Entwicklungspotenzial junger Nachwuchskräfte für die Rohstoffwirtschaft.

Sana Mehmandoust überzeugte das Auswahlgremium durch ihre ausgezeichneten Studienleistungen, ihren international geprägten Bildungsweg sowie ihre Fähigkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Herausforderungen der bergbaulichen Praxis zu verbinden.

Nach ihrem Bachelorstudium im Iran setzte sie ihre akademische Ausbildung an der TU Clausthal fort und schloss dort den internationalen Masterstudiengang Mining Engineering mit der Gesamtnote 1,3 ab. Besondere Anerkennung fand ihre mit 1,0 bewertete Masterarbeit, die in Zusammenarbeit mit dem Schachtbauunternehmen Redpath Deilmann entstand. Darin entwickelte sie ein Entscheidungsmodul zur Auswahl geeigneter Bewetterungssysteme beim Schachtabteufen – eine anspruchsvolle ingenieurtechnische Fragestellung mit unmittelbarer Bedeutung für die Sicherheit und Effizienz untertägiger Bergbauprojekte.

Neben ihren akademischen Leistungen zeichnet sich Mehmandoust durch ein bemerkenswert breites fachliches Engagement aus. Sie unterstützte die universitäre Lehre, engagierte sich in Hochschulgremien und bergbaulichen Studierendennetzwerken und beteiligte sich an Initiativen zur Nachwuchsförderung.

Auch international hat sie bereits fachliche Aufmerksamkeit gewonnen. Beim Regional Meeting der Society of Mining Professors (SOMP) 2026 im australischen Kalgoorlie hielt sie einen Vortrag zum Thema „Digitalization in Transitional Mining“. Darüber hinaus wirkt sie an wissenschaftlichen Fachbeiträgen zu Digitalisierung und nachhaltiger Entwicklung im Bergbau mit.

Seit Juni 2025 ist Sana Mehmandoust als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geotechnik und Markscheidewesen der TU Clausthal tätig. Dort setzt sie ihre wissenschaftliche Entwicklung als Doktorandin fort.

„Mit Sana Mehmandoust zeichnen wir eine junge Ingenieurin aus, die beispielhaft für die Zukunft unserer Branche steht: fachlich exzellent, international vernetzt, praxisorientiert und offen für technologische Veränderungen. Der Bergbau von morgen braucht Menschen, die nicht nur bestehende Technologien beherrschen, sondern bereit sind, neue Wege zu gehen und Verantwortung zu übernehmen. Frau Mehmandoust bringt dafür hervorragende Voraussetzungen mit“, betonte VRB-Geschäftsführer Dr. Martin Wedig anlässlich der Preisverleihung.

Der Helmuth-Burckhardt-Preis wird seit 1971 für hervorragende akademische Prüfungsleistungen im Bereich des Rohstoffingenieurwesens und des Bergbaus verliehen. Die mit dem Preis verbundene finanzielle Förderung soll den ausgezeichneten Nachwuchskräften insbesondere ermöglichen, im Rahmen einer Studienreise zusätzliche internationale Erfahrungen in der Rohstoffgewinnung zu sammeln.

Mit der diesjährigen Auszeichnung unterstreicht die VRB die Bedeutung einer leistungsfähigen bergbaulichen Hochschulausbildung und der Förderung qualifizierter Nachwuchskräfte. Gerade angesichts wachsender Anforderungen an Rohstoffversorgung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind hervorragend ausgebildete und international erfahrene Ingenieurinnen und Ingenieure für die Zukunft des deutschen und europäischen Bergbaus unverzichtbar. (VRB/MRG)

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