Unser tägliches Leben wird von Normen begleitet, wie z. B. DIN A4 als standardisiertem Wert für die Höhe und Breite von bestimmten Papierblättern. Für die Normung ist in Deutschland das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) zuständig, auf europäischer Ebene das Comité Européen de Normalisation (CEN) und international die International Organisation of Standardisation (ISO) …
With my best regards Mit freundlichem Glückauf Dipl.-Ing. Andreas-Peter Sitte Chefredakteur Mining Report Glückauf, Essen
Schwerpunktthema: Standardisation in Mining
Editorial Post Mining
AUSGABE 06/2025 // SCHWERPUNKT: Standardisation in Mining
VISION ZERO Sustainable Mining 2025 Conference: Responsible Leadership – Sustainable Partnership: Shaping the Future of Mining
Teaser der VISION ZERO-Konferenz “Sustainable Mining 2025 Conference: Responsible Leadership – Sustainable Partnership: Shaping the Future of Mining“. Quelle: ISSA MiningVom 13. bis 15. Oktober 2025 fand an der Technischen Hochschule Georg Agricola in Bochum die VISION ZERO-Konferenz „SUSTAINABLE MINING 2025“ statt. Bochum wurde in dieser Zeit zum Zentrum eines internationalen Diskurses über Arbeitssicherheit, Prävention, Nachhaltigkeit und Transformation sowie zum Treffpunkt globaler Verantwortung: Hier wurde nicht nur die Geschichte des Bergbaus reflektiert, sondern auch die Zukunft gestaltet – sicher, gesund, nachhaltig und verantwortungsvoll.
Autoren: Dipl.-Ing. Helmut Ehnes, Präsident ISSA Mining, Hannover, Dipl.-Ing. Joachim Löchte, Vorstand Technik, RAG Aktiengesellschaft, Essen, Dr. Harald Wellhäußer, Leiter Geschäftsbereich Prävention, Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI), Heidelberg, Prof. Dr. Christian Melchers, Prof. Dr. Peter Goerke-Mallet, Forschungszentrum Nachbergbau (FZN), Technische Hochschule Georg Agricola (THGA), Bochum
Nachhaltige Grubenwasserhaltung als Ewigkeitsaufgabe – Grubenwassermanagement im Steinkohlennachbergbau
Mit dem Ende des Steinkohlenbergbaus in Deutschland im Jahr 2018 entfiel die betriebliche Notwendigkeit zur untertägigen Wasserhaltung. Die RAG Aktiengesellschaft, Essen, verfolgt seither das Ziel, die Grubenwasserhaltung ökologisch und ökonomisch nachhaltig zu optimieren. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf dem Schutz der Tagesoberfläche, der ökologischen Verbesserung der aufnehmenden Gewässer sowie, je nach Region, dem Schutz der zur Trinkwassergewinnung genutzten Grundwasservorkommen. Wasserprovinzen im Ruhrrevier und Fließwege der Wasserprovinz Lohberg. Quelle: RAG
Autoren: Tobias Heubach M. A., Christine von Kleinsorgen M. Sc., Dipl.-Ing. Markus Roth, RAG Aktiengesellschaft, Herne
DIHK Vollversammlung, November 2024. Foto: Werner Schuering/DIHKBetrachtet man den Nachbergbau in Deutschland als besondere Wirtschaftsbranche, so ist diese wie jede andere Branche auch eingebettet in die jeweiligen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und Maßnahmen, hat aber ihrerseits aus ihren Sachzwängen und Interessen heraus auch spezifische wirtschaftspolitische Anliegen. Gemessen werden diese hier an den aktuellen wirtschaftspolitischen Positionen der Deutschen Industrie- und Handelskammern (DIHK), Berlin, die sachgemäß aus einer standort- und regionalbezogenen Perspektive formuliert sind.
Autor: Prof. Dr. rer. oec. Kai van de Loo, Forschungszentrum Nachbergbau (FZN), Technische Hochschule Georg Agricola (THGA), Bochum
Entstehung einer Norm: Antragstellung, Konsensfindung, öffentliche Kommentierung und Veröffentlichung durch DIN. Quelle: DINDas Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN), Berlin, ist die unabhängige Plattform für Normung und Standardisierung in Deutschland und weltweit. Gemeinsam mit Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft trägt DIN wesentlich dazu bei, Zukunftsfelder zu erschließen. Als Mitgestalter des digitalen und grünen Wandels leistet DIN einen wichtigen Beitrag bei der Lösung der aktuellen Herausforderungen und ermöglicht, dass sich neue Technologien, Produkte und Verfahren – auch im Bergbau und der Rohstoffwirtschaft – am Markt und in der Gesellschaft etablieren.
Autoren: Deutsches Institut für Normung e. V. (DIN), Berlin
Internationale Normung im Bergbau – Wandel, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven
Mitgliedsländer ISO/TC 82 (teilnehmende und beobachtende Länder). Quelle: ISO/TC 82 „Mining”Die internationale Normung im Bergbau befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Historisch von Maßnormen geprägt, liegt der heutige Fokus auf Sicherheitsstandards, Digitalisierung, Automatisierung und Cybersicherheit. Internationale Kooperationen zwischen Normungsorganisationen und interdisziplinäre Expertisen sind entscheidend, um komplexe Anforderungen wie Batteriesicherheit und KI-Integration zu adressieren. Neue EU-Verordnungen – darunter Maschinenverordnung, Cyber Resilience Act und Batterieverordnung – treiben die Anpassung bestehender Normen und die Entwicklung neuer Standards voran. Neben technologischen und regulatorischen Herausforderungen erfordert die Normung die Förderung …
Autor: Dipl.-Ing. Jörn Lehmann, VDMA e. V., Frankfurt/M./Germany
Internationale Normungsarbeit im Alt- und Nachbergbau: aktuelle Entwicklungen
Organisation von ISO/TC 82 Mining und SC 7 und Verbindungen zu anderen ISO-Komitees (Auswahl). Quelle: ISO/TC 82/SC 7 (2025): Sustainable mining and mine closure.Verlassene Bergwerke beeinträchtigen weltweit die Wahrnehmung und Realität des Bergbaus als nachhaltige Rohstoffindustrie. Erst wenn Bergwerksgelände sicher, stabil und nicht umweltschädlich sind, besteht das Potential, die Grundlage für nachhaltige Nachbergbaunutzungen zu bieten, einschließlich der Rückführung zu früheren Nutzungen oder der Nutzung für neue und sogar multiple Zwecke. Der Ausgangspunkt für Bergbaufolgen ist jedoch ein degradiertes biophysikalisches Umfeld, möglicherweise gefährlich, in dem Menschen und Gemeinschaften, die mit dem Land verbunden sind, getrennt und ihre Lebensgrundlagen gestört wurden. Die Norm ISO 24419 „Management von Bergbaufolgen“ ist eine relativ neue Norm, die beschreibt, wie man negative Bergbaurelikte in vorteilhafte Nachbergbaunutzungen und soziale Wiedereingliederungen umwandeln kann. Die in zwei Teilen entwickelte Norm orientierte sich an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN SDGs). Dieser Kontext stellte sicher, dass die vielen und unterschiedlichen Dimensionen dessen …
Autoren: Prof. Dr.-Ing. Peter Goerke-Mallet, Forschungszentrum Nachbergbau (FZN), Technische Hochschule Georg Agricola (THGA), Bochum/Germany, Dr. Corinne Unger, FAusIMM and AusIMM Representative on ISO/TC 82/SC 7 Mirror Committee and Research Fellow, Centre for Social Responsibility in Mining, Sustainable Minerals Institute, The University of Queensland, Brisbane/Australia, Tania Laurençont, Chair Australian Mirror Committee ISO/TC 82/SC 7 Convenor Sustainable Mining and Mine Closure – Social Aspects ISO AWI 8238, Adelaide/Australia
Prof. Dr.-Ing. Peter Goerke-Mallet, Forschungszentrum Nachbergbau (FZN), Technische Hochschule Georg Agricola (THGA), Bochum/Germany, Dr. Corinne Unger, FAusIMM and AusIMM Representative on ISO/TC 82/SC 7 Mirror Committee and Research Fellow, Centre for Social Responsibility in Mining, Sustainable Minerals Institute, The University of Queensland, Brisbane/Australia, Tania Laurençont, Chair Australian Mirror Committee ISO/TC 82/SC 7 Convenor Sustainable Mining and Mine Closure – Social Aspects ISO AWI 8238, Adelaide/Australia
Wissensvermittlung im Bergbau. Quelle: WedigVom 15. bis 19. September 2025 veranstaltete die TU Bergakademie Freiberg in Freiberg die Tagung „Zukunft Tagebau“. Im Zentrum des Tagungsprogramms standen Digitalisierung, Robotik/Künstliche Intelligenz (KI), wirtschaftliche Optimierung, ökologische und soziale Herausforderungen, öffentliche Akzeptanz/Nachwuchsgewinnung, moderne Ausbildung, Forschung/Entwicklung und Internationalisierung. Anlässlich dieser Veranstaltung hat der Autor zum Thema „Wechselwirkung von Wirtschaft und Wissenschaft“ vorgetragen …
Autor: Dr.-Ing. Martin Wedig, Vereinigung Rohstoffe und Bergbau e. V. (VRB), Berlin
Ethik im Bergbau: Praxislernen für zukünftige Rohstoffexperten
Historisches Schwefelbergwerk Paliorema auf Milos. Foto: privat, 2025Komplexe ethische Herausforderungen, in denen technologische, ökonomische, ökologische und soziale Aspekte miteinander verflochten sind, prägen den Bergbausektor. Rohstoffingenieure nehmen als Entscheidungsträger eine zentrale und verantwortungsvolle Rolle ein. Das Projekt „Ethik im Rohstoffsektor“ strebt die nachhaltige Integration der ethischen Reflexion in die ingenieurwissenschaftliche Ausbildung an. Internationale, praxisorientierte Fallstudien …
Autoren: Nina M. Küpper M. Sc., Univ.-Prof. Dr. Bernd G. Lottermoser, Institute of Mineral Resources Engineering (MRE), RWTH Aachen University, Aachen, Prof. Dr. Matthais Schmidt, Dr. Anna S. Hüncke, Sören E. Schuster PhD, Berliner Hochschule für Technik (BHT), Berlin