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Bei der Gewinnung von Metallen und Industriemineralen verbleiben prozessbedingt Wertstoffe in den Aufbereitungsrückständen zurück. Das sind Reste der Zielmineralien, aber auch Wertstoffe, die zum Zeitpunkt der Mineralgewinnung noch nicht im Fokus standen, heute aber von wachsender Bedeutung sind, wie z. B. die Seltenen Erden-Metalle. Wegen des wachsenden Rohstoffbedarfs der Welt und infolge der generell sinkenden Wertstoffgehalte in den Primärerzen nimmt der zu lagernde Abraum kontinuierlich zu. Große Mengen an Reststoffen aus der Rohstoffgewinnung befinden sich in den Halden und Absetz- bzw. Schlammteichen der aktuellen und … Mehr lesen

Mit freundlichem Glückauf, Andreas-Peter Sitte
Chefredakteur Mining Report Glückauf, Essen

AUSGABE 06/2021

Werkzeuge für den Wandel – wie die EU die „Coal Transition“ bewerkstelligen will

Coal Regions in Transition Initiative. Source: EU

Mit der Initiative „Coal Regions in Transition“ wird seit Ende 2017 von der Europäischen Kommission angestrebt, EU-weit einen Kohleausstieg auf den Weg zu bringen. Dazu sollen die Kohleregionen der EU in ihrem Wandel – der „Transition“ – weg von der Kohle strukturpolitisch flankiert werden. Die Initiative ist zugleich als Vorreiterprojekt auf dem Weg zur Klimaneutralität der EU gedacht und soll belegen, dass dabei in und von der Gemeinschaft keine Regionen zurückgelassen werden, eben auch nicht die CO2-intensivsten unter ihnen. Neben speziellen Finanzierungshilfen aus EU-Fonds wie dem Just Transition Fund soll den europäischen Kohleregionen umfängliche konzeptionelle Hilfe gegeben werden. Dafür hat das Sekretariat der Coal Regions in Transition-Initiative inzwischen diverse „Toolkits“, insgesamt einen ganzen Kasten strukturpolitischer Werkzeuge bereitgestellt. Diese als Werkzeuge für den Wandel gedachten …

Autor: Prof. Dr. Kai van de Loo, Forschungszentrum Nachbergbau (FZN), T­echnische Hochschule Georg Agricola (THGA), Bochum

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Einsatz moderner Methoden des Geo- und Umwelt­monitoring im nachhaltigen Umgang mit Georessourcen

Satellitenaufnahmen in der Zeit von 1991 bis 2021 des geschlossenen Bergwerks Prosper-Haniel. Datenursprung ist das Projekt Digital Twin der THGA. Quelle: THGA

Der nachhaltige Umgang mit Georessourcen fordert das Umwelt- und Geomonitoring mit seinen vielfältigen Aufgaben, wie das Monitoring von Umweltveränderungen und das Wassermanagement, heraus. Moderne Methoden des Geo- und Umweltmonitoring beobachten zahlreiche Aspekte unter Verwendung der satellitengestützten optischen Fernerkundung mit multispektralen bzw. hyperspektralen Sensoren und Radarfernerkundung. Solche Methoden erfassen die großflächigen Informationen der Erdoberflächen allerdings mit relativ groben räumlichen wie auch zeitlichen Auflösungen. Die Nutzung von Koptern als Träger von verschiedenen Sensoren ermöglicht eine zeitlich relativ flexible Aufnahme in einer deutlich höheren räumlichen Auflösung bis …

Autoren: Marcin Pawlik M. Sc., Dr.-Ing. Xiaoxuan Yin, Dr. rer. nat. Bodo Bernsdorf, Prof. Dr. rer. nat. Tobias Rudolph, Prof. Dr.-Ing. Peter Goerke-Mallet, Forschungszentrum Nachbergbau (FZN), Technische Hochschule Georg Agricola (THGA), Bochum

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Risikomanagement Altbergbau: Die Jahre 2019 und 2020 – zwischen Anforderungsanalyse und Fachgutachten zur Einwirkungsrelevanz des Altbergbaus

Übersichtskarte der Kommunen in Nordrhein-Westfalen, die im bergbehördlichen Risikomanagement bearbeitet werden. Source/Quelle: Bezirksregierung Arnsberg, Stand: 31.12.2020; Kartengrundlage © Geobasis NRW

Im Jahr 2011 hat die Bergbehörde NRW damit begonnen, die im Verantwortungsbereich des Landes Nordrhein-Westfalen gelegenen tagesbruchrelevanten Schächte des Bergbaus im Rahmen des Risikomanagements Altbergbau im Hinblick auf ihr Risikopotential systematisch zu analysieren und zu bewerten. Das auf dieser Basis durchgeführte präventive Handeln hat u. a. die Vermeidung von Tagesbrüchen mit Personenschäden und erheblichen Sachschäden zum Ziel. Hierdurch wird für die Menschen in Nordrhein-Westfalen die größtmögliche Sicherheit vor Gefahren aus verlassenen Grubenbauen gewährleistet. Die Bergbehörde NRW hat in den Jahren 2019 und 2020 die Anzahl der im Risikomanagement Altbergbau bearbeiteten Schächte erheblich erhöht und …

Autoren: Daniel Wagener M. Eng., BD a. D. Dipl.-Ing. Jürgen Rotter, AdM OBVR Martin Isaac M. Sc., Dezernat 63, Abteilung Bergbau und Energie in NRW, Bezirksregierung Arnsberg, Dortmund

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Bergbauhalden, deren Wiederaufbereitung und Projekte der BGR

Aufbereitungsrückstände (Tailings) aus der Goldgewinnung in Johannesburg/Südafrika. Foto: DERA

Der Begriff „Halden“ aus dem Bergbau wird im deutschen Sprachgebrauch oftmals nur sehr unspezifisch angewendet. Universell werden damit Bergbaureststoffe bezeichnet, also sowohl der Abraum (engl. „dump“ oder „waste rock“), die Aufbereitungsrückstände (engl. „tailings“) und die Vorratshalden (engl. „stockpiles“). In der Regel werden diese unterschiedlichen Reststoffe auf dem Betriebsgelände getrennt voneinander gelagert. Trifft das nicht zu – oftmals in älteren Bergwerksbetrieben – ist eine spätere Sortierung und Weiterverarbeitung mit großem Aufwand verbunden und macht eine erneute Aufbereitung oftmals unwirtschaftlich. Bei der Gewinnung von Metallen oder Industriemineralen aus Primärerzen verbleibt prozessbedingt ein Anteil der Wertstoffe in den Aufbereitungsrückständen. Bei wachsendem Rohstoffbedarf der Weltwirtschaft  …

Autoren: Dr. Herwig Marbler, Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Berlin, Dr. Malte Drobe, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Roh­stoffe (BGR), Hannover

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Das verborgene Potential von Altlasten: Wiederaufbereitung von Bergbaurückständen zur Nutzung als sekundäre Rohstoffquelle

BGR-Projekte in Chile. Quelle: BGR

Im Rahmen des Projekts Eco Mining Concepts, einem deutsch-chilenischen Netzwerk für einen nachhaltigeren Bergbau, organisierte die Deutsch-Chilenische Industrie- und Handelskammer, AHK Chile, am 21. Oktober 2021 ein Webinar zum Thema „Das verborgene Potential von Altlasten: Wiederaufbereitung von Bergbaurückständen zur Nutzung als sekundäre Rohstoffquelle“. Die Veranstaltung bot Präsentationen über das Potential Chiles in diesem Bereich, aktuelle Herausforderungen sowie bereits angestoßene Initiativen und Projekte. Darüber hinaus wurden in Deutschland, Finnland und Irland entwickelte Ansätze vorgestellt und mögliche Anwendungen in Chile diskutiert. Die Initiative wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung der vier im Webinar gehaltenen Vorträge.

Autor: Dipl.-Ing. Andreas-Peter Sitte, Chefredakteur Mining Report Glückauf, Moers

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recomine – Bergbaualtlasten nachhaltig recyceln durch die Kombination von Umwelt-, Ressourcentechnologie und Digitalisierung

Die recomine-Vision: An regionalen Entwicklungsstandorten sollen innovative Lösungen für Altlastenfragestellungen von weltweiter Relevanz entwickelt und unter realen Bedingungen erprobt werden. Die Standorte sollen zukünftig auch Ausbildungs- und Begegnungsstätten sein, über welche die regional entwickelten Konzepte weltweit vermarktet werden können, beispielsweise durch Demonstrationsanlagen. Source: HIF

Bergbaualtlasten wie Halden oder Schlacken bringen meist große Umweltprobleme mit sich, die in Deutschland mit viel Steuergeld saniert werden bzw. wurden. Sie enthalten jedoch meistens auch noch signifikante Mengen an dringend benötigten strategischen Rohstoffen und bestehen überwiegend aus mineralischen Bestandteilen, die in der Keramik- oder Baustoffindustrie eingesetzt werden können. Im Rahmen der klassischen Sanierung durch Abdeckung werden diese nicht gewonnen. recomine ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes WIR! Bündnis aus über 70 Partnerinstitutionen, welches sich den globalen Herausforderungen zu Bergbaualtlasten stellt und an Innovationen und vor allem ganzheitlichen Konzepten im Umgang mit  ..

Autoren: Dipl. Geoök. Philipp Büttner, Dr. Jonathan Engelhardt, Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF), Freiberg

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Mineralogische und mikro-mechanische Charakteri­sierung von Schlacken – untersucht am Beispiel von MnSiFe-Schlacke aus dem Elektrolichtbogenofen

Mikroskopaufnahmen verschiedener Phasen und Texturen der Großprobe: MnSiFe(x)-Phase, teilweise in der Matrix gelöst; b. runde Einschlüsse unterschiedlicher Größe; c. runde Einschlüsse und homogene Fragmente. Quelle: IART

In jüngster Zeit gewinnt die Kreislaufführung metallurgischer Reststoffe, z. B. von Elektrolichtbogenofenschlacke, zunehmende Bedeutung. Das Potential metallhaltiger Schlacken liegt neben den metallischen Wertinhalten u. a. in der Nutzung als Zuschlagstoff für die Bauindustrie, z. B. Zementindustrie. Die Erschließung dieses Potentials erfordert eine systematische mineralogische, mikromechanische und physikalische Charakterisierung des Materials. Die vorliegende Studie präsentiert und diskutiert hierzu geeignete Methoden zur Materialcharakterisierung mit dem Ziel eines effizienten Aufschlusses und verlustarmer Trennung der Mn-reichen Einschlüsse. Der Schwerpunkt liegt auf der Bestimmung  …

Autoren: Dipl. Geol. Arturo H. Bravo, Dr.-Ing. Oleg Popov, Prof. Dr.-Ing. Holger Lieberwirth, Institut für Aufbereitungs­maschinen und Recycling-Systemtechnik (IART), TU Bergakademie Freiberg, Freiberg

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