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Aktuelle Ausgabe 5/2021

Andreas-Peter Sitte
(Chefredakteur Mining Report Glückauf)

Editorial

Im Mittelpunkt der vorliegenden Ausgabe des Mining Report Glückauf (MRG) stehen diesmal Themen, die wir hier nicht so häufig aufgreifen, die deshalb aber nicht minder interessant sind.

In einem ersten Beitrag in diesem Zusammenhang geht es um die Frage, wie neue Technologien, Trends und Entwicklungen Eingang in bestehende Normen und Normungsprojekte finden. Dabei spielen die Themen Digitalisierung, Automatisierung und Operabilität eine wesentliche Rolle. Nicht alles, was sich im Bereich der Digitalisierung und Automatisierung abspielt, lässt sich in Normen fassen. Erreichbar ist es jedoch, eine Basis für die Interoperabilität zu schaffen. Der Artikel gibt einen Überblick darüber, wie der Bergbau damit umgeht.

Aufgrund der rauen Bedingungen im Bergbau sind die eingesetzten Maschinen und Anlagen häufig einem hohen Verschleiß ausgesetzt. Daraus resultieren hohe Kosten, die sich durch geeignete Verschleißschutzsysteme minimieren lassen. Die thyssenkrupp Steel Europe AG beschäftigt sich in ihrem Stahlverschleißlabor mit den Verschleißmechanismen und hat verschleißbeständige Stähle entwickelt.

Um Lagerstättenbereiche zu erschließen, die für eine Gewinnung im Tagebau nicht erreichbar sind, plant die Lhoist Germany Rheinkalk GmbH am Standort Rohdenhaus Nord ein Versuchsbergwerk, aus dem die Gewinnung nach erfolgter Zulassung des Hauptbetriebsplans im Jahr 2022 aufgenommen werden soll.

In diesem Jahr jährt sich die Gründung der Wasserwirtschaftsstelle der Westfälischen Berggewerkschaftskasse zum 100. Mal. Sie existiert bis heute, wenn auch in veränderter Form und unter anderem Namen. Grund genug, auf die geschichtliche Entwicklung einzugehen, aber auch auf die heutige Bedeutung dieser zu den ältesten noch bestehenden Institutionen des Steinkohlenbergbaus hierzulande gehörenden Einrichtung hinzuweisen.

In unserer Rubrik Nachbergbau geht es diesmal um die Bergbauflächenvereinbarung RUHR, die für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem montanhistorischen Erbe im Sinne einer nachhaltigen Regionalentwicklung sorgen soll. Ein weiterer Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, welche Anforderungen an standortfremde Bodenmaterialien zur Verfüllung von Steine und Erden-Tagebauen zu stellen sind.

Abschließend noch eine Anmerkung in eigener Sache: In Heft 1/2020 berichteten Johann Uys und Ronny Webber-Youngman über ein 4.0D-Leadership-Modell für den Bergbau und -verwandte Industrien. Dieser Beitrag ist von der Society of Mining Pro-fessors (SOMP) mit dem Bruce Hebblewhite Award für die beste Veröffentlichung ausgezeichnet worden.

Mit freundlichem Glückauf,

Dipl.-Ing. Andreas-Peter Sitte
(Chefredakteur Mining Report Glückauf, Essen)

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