EURACOAL-Marktbericht 2026 Nr. 2 – globale und EU-Daten für das erste Halbjahr 2026
Während die weltweite Kohleproduktion, einschließlich Braunkohle, in den ersten sechs Monaten wahrscheinlich zurückgegangen ist, dürfte der weltweite Kohleverbrauch um 1,2 % steigen und für das Gesamtjahr einen Rekordwert von 8,94 Mrd. t erreichen. Chinas Produktion sank im ersten Halbjahr 2026 nach einem Grubenunfall im Mai um 1,6 % auf 2,37 Mrd. t. Auch Indiens Produktion ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,4 % auf 555 Mio. t zurück. Die Kohleproduktion in Australien, Indonesien, der Mongolei und den USA stieg an, wobei die Produktion in der Mongolei um rund 50 % zunahm. Unterdessen stiegen die Kokskohleimporte Indonesiens im Vergleich zum Vorjahr um 32 % und haben sich seit 2022 verdreifacht. Das Land ist mittlerweile ein bedeutender Koks-Exporteur – es wird China voraussichtlich noch in diesem Jahr überholen und zum weltweit größten Koks-Exporteur aufsteigen. Zu den Schwerpunkten des Berichts gehören die Entwicklung der Kohleindustrie im Rahmen von Chinas 15. Fünfjahresplan sowie die Lockerung der CO₂-Emissionsstandards für Kraftwerke in den USA.
In der EU sank das gesamte Kohleangebot einschließlich der Importe im ersten Halbjahr um 3,4 % auf 144 Mio. t und setzte damit den Abwärtstrend fort. Die Braunkohleförderung ging im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 5,2 % auf 89,5 Mio. t zurück, während die Steinkohleförderung um 0,9 % auf 21, 2 Mio. t und die Importe um 1,1 % auf 33,1 Mio. t. Die Preise für Kraftwerkskohle in europäischen Häfen lagen im ersten Halbjahr im Durchschnitt bei 112 US$/t und damit rund 10 % höher als im ersten Halbjahr 2025; ihren Höchststand erreichten sie Anfang Juni mit 136 US$/t. Aufgrund der Krise im Nahen Osten wurde Kohle bei der Stromerzeugung gegenüber Gas bevorzugt, was überall zu einem Aufwärtsdruck auf die Kohlepreise führte.
Der aktuelle EURACOAL-Kohlemarktbericht für das erste Halbjahr ist unter diesem Link verfügbar.
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