Entwicklung und Betrieb von Kalibrierungs- und Validierungsfeldern für radar-interferometrische Auswertungen (InSAR) zum Bodenbewegungsmonitoring des Grubenwasseranstiegs in der Nachbergbauphase

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Autor: Dipl.-Ing. Volker Spreckels, RAG Aktiengesellschaft, Essen/Germany
DOI: doi.org/10.66356/mrg.2026.03.03.DEEBKVR

Seit einigen Jahren etablieren sich Verfahren der satellitengestützten Radarinterferometrie (InSAR) im Tagesgeschäft der großflächigen Überwachung von Bodenbewegungen in Bereichen sowohl aktiver als auch abgeschlossener Rohstoffförderung. Die Kombination von fernerkundlichen Verfahren, wie der Satellitennavigation (Global Satellite Navigation System, GNSS) und InSAR (Interferometric Synthetic Aperture Radar), mit den klassischen terrestrischen Vermessungsverfahren des Nivellements und der Tachymetrie birgt ein großes Potenzial zur Reduzierung der Zeit- und personalintensiven terrestrischen Vermessungen auf ein nötiges Mindestmaß. In der Übergangszeit, die dieser Wechsel des Systemumbaus benötigt, müssen diese neuen Verfahren auf ihre Eignung, Güte und Robustheit hin untersucht und überprüft werden, um für eine bergbauliche Dokumentation oder im Rahmen von behördlichen Anordnungen anerkannt und zugelassen zu werden. Für diese Prüfungen wurden bei der RAG Aktiengesellschaft (RAG), Essen neuartige Kalibrierungs- und Validierungsfelder (Cal/Val) für radar-interferometrische Auswertungen entworfen (InSAR-Prüffelder), welche ab dem Jahr 2021 in den ehemaligen deutschen Steinkohlenrevieren im nordrhein-westfälischen Ruhrgebiet mit Unterstützung der Stadt Essen und im Jahr 2026 mit Unterstützung der Landesvermessungsverwaltung im Saarland errichtet wurden. Dieser Beitrag führt von den ersten im Jahr 2006 in Forschungsprojekten eingesetzten Corner-Reflektor-Standorten hin zu den aktuellen über Multisensor-Referenz­stationen (MSST) der RAG gestützten InSAR-Prüffeldern.

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