Strategische Wege zur Risikominderung und Dekarbonisierung der Lieferketten für Seltene Erden – Ein verantwortungsbewusster Ansatz zum Aufbau widerstandsfähiger, emissionsarmer Wertschöpfungsketten für Seltene Erden bis 2030

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Autor: Arun M Vijayan; Beroe Inc., Chennai/Indien
DOI: 10.66356/mrg.2026.04.04.DESWRDL

Lieferketten für Seltene Erden stehen vor einer dreifachen Herausforderung: geografische Konzentration, hohe Kohlenstoffintensität und strukturelle Engpässe im Midstream-Bereich der Lieferkette. Während die Nachfrage aus den Bereichen Elektromobilität, Windenergie, Robotik und Verteidigung bis 2030 voraussichtlich etwa 100.000 t erreichen wird, ist die derzeitige Versorgungsarchitektur nicht darauf ausgelegt, diesen raschen Ausbau zu unterstützen. Dieser Artikel legt dar, dass das Risiko bei Seltenen Erden nicht in erster Linie ein Problem des Bergbaus ist: Der eigentliche Hebel liegt im Midstream – bei der Trennung, der Umwandlung in Metalle und Legierungen sowie der Magnetherstellung –, wo die Konzentration auf einzelne Länder schätzungsweise 90 % oder mehr beträgt. Diversifizierungsstrategien, die beim Bergbau enden, einschließlich der beliebten „China+1“-Ansätze, verbessern zwar die Transparenz, nicht aber die Kontrolle. Auf der Grundlage von Analysen von Beroe sowie Daten des USGS (United States Geological Survey), der IEA (International Energy Agency), von Argus Media und anderer Branchenquellen gibt der Artikel einen Überblick über die politische Landschaft in Europa, den Vereinigten Staaten, Indien und Japan, bewertet sauberere Verarbeitungsverfahren und kreislaufwirtschaftliche Rohstoffe als Instrumente zur Dekarbonisierung und entwirft einen Fahrplan für 2030, in dem Wettbewerbsfähigkeit gemeinsam durch Kosten, CO₂-Bilanz und Resilienz definiert wird. Er schließt mit konkreten Maß­nahmen für Regierungen, Erstausrüstern (OEM) und Beschaffungsorganisationen. Der Beitrag basiert auf dem Vortrag des Autors im Rahmen des „MiningForum 2026“ vom 18. bis 19. Juni 2026 in Berlin.

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