Verband Bergbau Geologie und Umwelt (VBGU)

  • Naturinfrastrukturgesetz muss Rohstoffversorgung sichern

    Der Verband Bergbau, Geologie und Umwelt e.V. (VBGU), Berlin, fordert deutliche Nachbesserungen am Entwurf des Naturinfrastrukturgesetzes (NatInfG). Der Schutz von Natur und Biodiversität ist wichtig – darf aber nicht zulasten der heimischen Rohstoffversorgung und des dringend notwendigen Infrastruktur- und Transformationsausbaus gehen.

    Die geplante neue Flächenkulisse und pauschale Vorrangregelungen können für standort- und lagerstättenabhängige Vorhaben erhebliche Einschränkungen bis hin zu faktischen Nutzungsausschlüssen bedeuten. Das betrifft insbesondere die Gewinnung heimischer Rohstoffe.

    Die derzeit diskutierte Ausnahme für kritische und strategische Rohstoffe muss auch auf weitere standortgebundene Rohstoffe wie beispielsweise Sand, Kies, Zinn oder Kali ausgeweitet werden. Denn auch diese Bodenschätze können nicht beliebig an anderen Standorten gewonnen werden.

    „Die Rohstoffversorgung ist eine zentrale Voraussetzung für die Energie- und Industrietransformation. Das NatInfG darf deshalb keine neuen rechtlichen Hürden für die heimische Rohstoffgewinnung schaffen“, betont Ivonne Arenz, Geschäftsführerin des VBGU.

    Der Verband fordert daher eine grundlegende Überarbeitung des Gesetzentwurfs, die Natur- und Biodiversitätsschutz, Rohstoffsicherheit und industrielle Wertschöpfung gleichermaßen berücksichtigt, wie auch Investitionssicherheit für die heimische Rohstoffgewinnung gewährleistet. (VbgU / MRG)

  • VBGU und GDMB schließen zukunftsweisende Kooperation auf dem MiningForum 2026

    v.l.n.r.: Axel Preuße. Präsidiumsmitglied GDMB; Ivonne Arenz, Geschäftsführerin VBGU; Jens-Peter Lux, Geschäftsführer DMT GROUP. Foto: VBGU

    Im Rahmen des MiningForums 2026 in Berlin haben der Verband Bergbau, Geologie und Umwelt e.V. (VBGU) und die Gesellschaft der Metallurgen und Bergleute e.V. (GDMB) eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Mit diesem Schritt vertiefen beide Organisationen ihre Zusammenarbeit und setzen ein starkes Zeichen für Innovation, Wissenstransfer und die nachhaltige Weiterentwicklung ihrer Fachgebiete.

    VBGU und GDMB verbindet das gemeinsame Ziel, den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis aktiv voranzutreiben. Im Mittelpunkt der Kooperation stehen Forschung, Entwicklung sowie Aus- und Weiterbildung in den Bereichen Rohstoffe, Geophysik, Geotechnik, Hydrogeologie, Recycling und Umwelttechnik.

    Die Herausforderungen der Energiewende, der Rohstoffsicherung, des Klimaschutzes und der Kreislaufwirtschaft erfordern zunehmend interdisziplinäre Lösungen und starke Netzwerke. Vor diesem Hintergrund wollen beide Verbände Synergien nutzen und gemeinsame Aktivitäten entwickeln, die einen nachhaltigen Mehrwert für die Fachgemeinschaft schaffen.

    Die Kooperation schafft damit eine Plattform für den intensiven fachlichen Austausch, die Initiierung gemeinsamer Projekte sowie die Entwicklung neuer Formate für Wissenstransfer, Nachwuchsförderung und berufliche Qualifizierung. Ziel ist es, Innovationen zu beschleunigen, Fachwissen breiter verfügbar zu machen und die Attraktivität der beteiligten Branchen für zukünftige Generationen weiter zu stärken.

    Von der Zusammenarbeit profitieren insbesondere die Mitglieder beider Verbände. Sie erhalten Zugang zu erweiterten Netzwerken, zusätzlichen Fachveranstaltungen und neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit über Disziplingrenzen hinweg.

    Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung auf dem MiningForum 2026 legen VBGU und GDMB den Grundstein für eine langfristige Partnerschaft, die Impulse für die Zukunft der Rohstoff-, Geo- und Umweltwissenschaften setzt und die gemeinsame Gestaltung einer nachhaltigen und innovativen Entwicklung aktiv unterstützt.

    Neben dem GDMB kooperiert der VBGU bereits mit dem Branchenverband Steinkohle und Nachbergbau e.V. (bsn), dem Verein für Technische Sicherheit und Umweltschutz e.V. (TSU e.V.), dem Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V. (BDG) und dem BVÖ – Bergmännischer Verband Österreichs. (VBGU/MRG)

  • VBGU – Wechsel der Geschäftsführung

    Am 1. Mai 2025 übernahm Ivonne Arenz (Bild 1) die Geschäftsführung des Verbands Bergbau, Geologie und Umwelt (VBGU), Berlin. Sie trat damit die Nachfolge von Olaf Alisch an, der nach fast 20jähriger erfolgreicher Tätigkeit für den VBGU nunmehr seinen verdienten Ruhestand antrat.

    „Dank europäischer Regelungen sowie angesichts der globalen Randbedingungen rückt das Thema „heimischer Bergbau“ vermehrt in den Fokus. Das ist gut so und muss von der neuen Bundesregierung noch deutlicher unterstützt werden. Die vielschichtigen Transformationsaufgaben brauchen Rohstoffe, und Deutschland kann mit seinen teilweise erheblichen Rohstoffvorkommen zur europäischen Rohstoffunabhängigkeit wesentlich beitragen. Doch die Rohstoffgewinnung und -verarbeitung benötigt veränderte Rahmenbedingungen wie schnellere Genehmigungsverfahren, Abbau von bürokratischen Hürden und Akzeptanz in der Bevölkerung. Ich freue mich sehr darauf, mich dafür einzusetzen!“, sagte Arenz zu ihrer Wahl durch den Vorstand des VBGU.

    Arenz bringt eine umfassende Expertise und ein weitreichendes Netzwerk in die Rohstoff- und Nachhaltigkeitsbranche mit. Sie hat Rechtswissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität Jena studiert und ihr Rechtsreferendariat in Berlin absolviert. Sie arbeitete für verschiedene Industrieverbände wie auch für die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE). Zuletzt war sie als Geschäftsführerin beim Bundesverband Mineralische Rohstoffe tätig. Ihre Fachkenntnisse erstrecken sich über das nationale und europäische Energie- und Umweltrecht bis hin zum Raumordnungs- und Bergrecht. Zudem ist sie mit Nachhaltigkeitsthemen vertraut und war in diesem Kontext bereits für das Thüringer Wirtschaftsministerium und das Bundeswirtschaftsministerium tätig und hat erst kürzlich einen Nachhaltigkeitsleitfaden für die Gesteinsbranche entwickelt. Für die Belange der Mitgliedsunternehmen im Bereich des Nachbergbaus wird Arenz eng mit dem Branchenverband Steinkohle und Nachbergbau (BSN) zusammenarbeiten. (VBGU/Si.)

  • Verband Bergbau, Geologie und Umwelt e.V. bestellt neuen Präsidenten

    Der Verband Bergbau, Geologie und Umwelt (VBGU), Berlin, der sich als Arbeitgeberverband seit über 30 Jahren dem konstruktiven Dialog im Bergbau und der Rohstoffgewinnung in Deutschland widmet, bestellte am 8. August 2023 seinen bisherigen Vizepräsidenten Jens-Peter Lux, Geschäftsführer der DMT GmbH & Co. KG, Essen, zum Präsidenten und Michael Paul, Technischer Geschäftsführer der Wismut GmbH, Chemnitz, zum Vizepräsidenten.

    Die Bestellung des neuen geschäftsführenden Vorstands war nötig geworden, nachdem Michael Seifert sein Ehrenamt als Präsident des Verbands zum 1. ­August 2023 aus gesundheitlichen Gründen niederlegen musste. Der VBGU dankt ihm für sein besonderes Engagement und seine geleisteten Tätigkeiten während seiner Präsidentschaft und wünscht ihm viel Kraft, Gesundheit und Energie.

    Der z. T. neu bestellte geschäftsführende Vorstand aus Jens-Peter Lux, Michael Paul und Nici Hoppe (Bild 1) vertritt den Verband nach außen, zunächst bis zur nächsten regulären Vorstandswahl auf der Mitgliederversammlung im September 2024, womit der VBGU für die Zukunft bestens aufgestellt ist. (VBGU/Si.)

     

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