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Fig. 1. Telfer Mine head frame. // Bild 1. Telfer Mine Schachtgerüst. Photo/Foto: CASAR

Telfer zieht eine positive Bilanz nach sechs Jahren Zusammenarbeit mit CASAR

Seit nunmehr sechs Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Seilhersteller CASAR, dem Händler Nobles und der Telfer Gold Mine, ansässig in der Pilbara Region im Bundesstaat Western Australia. Die Telfer Mine gehört zu 100 % der Newcrest Mining Ltd. Es wird sowohl im Tagebau als auch von unter Tage Gold und Kupfer gefördert (Bild 1). Die Kupfer- und Goldlagerstätten wurden im Jahr 1972 entdeckt und der Abbau begann im Jahr 1977. Im Jahr 2008 wurde der Beschluss gefasst, die Förderkapazitäten auf mehr als 6 Mio. t/a zu erhöhen. In diesem Zug begannen auch erste Gespräche zwischen Telfer und CASAR, da Telfer mit der Lebensdauer der Originalseile eines südafrikanischen Herstellers auf der Flurfördermaschine nicht zufrieden war und sich nun auch noch die Förderkapazitäten erhöhten. Bei der Fördermaschine handelt es sich um eine flurgebundene Friktionswinde, die eine Nutzlast von 34,5 t aus einer Tiefe von 1.132 m mit einer Geschwindigkeit von 16,25 m/s nach Übertage transportiert.

Die Lebensdauer der Originalbeseilung lag bei maximal 95.000 Zyklen, was einem knappen Jahr entspricht. Die Kosten, die Stillstandszeiten und der Seilwechsel nach 95.000 Zyklen mit sich brachten, waren immens und mussten dringend reduziert werden, um wirtschaftlich fördern zu können. Aus diesem Grund entschied man sich, CASAR um Hilfe zu bitten. Nach eingehender Studie von Anlage und Anwendung entschied CASAR seine Starplast-Konstruktion zum Einsatz zu bringen. Dabei handelt es sich um eine drehungsfreie Seilkonstruktion, gefertigt aus verdichteten Litzen. Ein Seilset besteht aus vier Hubseilen mit einer Länge von jeweils 1.360 m und einem Seildurchmesser von 45 mm (Bild 2).

Fig. 2. CASAR Starplast hoisting rope. // Bild 2. CASAR Starplast-Förderseil. Quelle/Source: CASAR

Es gelang, die Lebensdauer kontinuierlich zu steigern bis mit der dritten Version von CASAR Starplast eine Lebensdauer von 210.000 Zyklen erreicht wurde. Damit hatte sich die Lebensdauer auf mehr als das Doppelte der bisherigen gesteigert. Zudem befanden sich die Seile auch nach 210.000 Zyklen noch in einem einwandfreien Zustand und mussten infolge mechanischer Beschädigung durch Steinschlag abgelegt werden, nicht etwa weil die Seile verschlissen gewesen wären.

Des Weiteren konnten unerwünschte Effekte wie Seillängung und Seilrutschen auf der Trommel fast vollständig ausgeschlossen werden und die Abnutzung auf den Einlagen der Seilscheiben reduzierte sich auf weniger als ein Viertel des bisherigen Werts. Besonders die Reduzierung des Längungseffekts wird von Telfer geschätzt, da das üblicherweise notwendige Kürzen der Seile nach Eintreten des Setzeffekts nicht mehr nötig ist. Aktuell beträgt die maximale Längung der installierten vierten Version von Starplast nicht mehr als 800 mm.

CASAR, Nobles und Telfer sind zuversichtlich, das gewonnene Wissen dafür nutzen zu können, die Lebensdauer noch weiter zu erhöhen und damit eine Lebensdauer von 300.000 Zyklen zu übertreffen. In diesem Fall müsste frühestens alle drei Jahre ein Seilwechsel erfolgen. Dies würde eine erhebliche Kostenersparnis für die Mine bedeuten und darüber hinaus eine Zeitersparnis, die für anderweitige Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen verwendet werden könnte. So schätzt man, dass während der Laufzeit des aktuell aufliegenden Seils schon mindestens zehn Arbeitstage für üblicherweise anfallende Seilwechsel eingespart werden konnten.

Nach eigenen Angaben schätzt Telfer an CASAR besonders, dass die im Jahr 2008 gestarteten Bemühungen, die auf eine Erhöhung der Lebensdauer abzielten, über die ganze Zeit hinweg mit Rat und Tat unterstützt wurden. Dabei wurden sowohl Anlagenvermessungen und zerstörungsfreie Seiluntersuchungen vor Ort als auch intensive Untersuchungen abgelegter Seilstücke bei CASAR durchgeführt, immer im Hinblick darauf, das Produkt weiter zu verbessern.

Insgesamt hat das Paket aus maßgeschneiderten Produkten gepaart mit Fachwissen und technischer Unterstützung vor Ort den höheren Einkaufspreis von CASAR-Seilen für Telfer gerechtfertigt. Aus diesem Grund bezieht Telfer seine Förderseile seit dem Jahr 2009 ausschließlich von CASAR in Deutschland.

Further information/Weitere Informationen:
CASAR Drahtseilwerk Saar GmbH
www.WireCoWorldGroup.com

 

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