Home » Archiv Kurznachrichten » Kurznachrichten Ausgabe 06_2016 » „Glückauf im Wandel“: RAG-Repräsentanz und Saarpolygon in Ensdorf eröffnet
Fig. 2. // Bild 2. Saarpolygon. Photo/Foto: RAG

„Glückauf im Wandel“: RAG-Repräsentanz und Saarpolygon in Ensdorf eröffnet

Im Beisein der Bundesminister Peter Altmaier und Heiko Maas wurden Mitte September 2016 die neue RAG-Repräsentanz – ein Kommunikationszentrum in einer ehemaligen Maschinenhalle – sowie die Landmarke Saarpolygon – eine 30 m hohe Stahlskulptur – auf der Anlage Duhamel in Ensdorf eröffnet (Bilder 1, 2). Peter Schrimpf, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der RAG Aktiengesellschaft, hieß rd. 600 Gäste zum Festakt willkommen.

Fig. 1. The interactive exhibition in the RAG representative office gives an outline of the post-mining movement since 2012 (in the foreground from left to right): RAG Regional Representative Uwe Penth; Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Member of the Board of Executives of the RAG-Stiftung; Peter Schrimpf, Vice Chairman of RAG, and Prime-Minister of the Saarland, Annegret Kramp-Karrenbauer. // Bild 1. Die interaktive Ausstellung in der RAG-Repräsentanz skizziert den Nachbergbau seit dem Jahr 2012 (im Vordergrund v. l. n. r.): RAG-Regionalbeauftragter Saar Uwe Penth, Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorstandsmitglied der RAG-Stiftung, Peter Schrimpf, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der RAG, und Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Photo/Foto: RAG

Fig. 1. The interactive exhibition in the RAG representative office gives an outline of the post-mining movement since 2012 (in the foreground from left to right): RAG Regional Representative Uwe Penth; Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Member of the Board of Executives of the RAG-Stiftung; Peter Schrimpf, Vice Chairman of RAG, and Prime-Minister of the Saarland, Annegret Kramp-Karrenbauer. // Bild 1. Die interaktive Ausstellung in der RAG-Repräsentanz skizziert den Nachbergbau seit dem Jahr 2012 (im Vordergrund v. l. n. r.): RAG-Regionalbeauftragter Saar Uwe Penth, Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorstandsmitglied der RAG-Stiftung, Peter Schrimpf, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der RAG, und Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Photo/Foto: RAG

Mit der Stilllegung des Steinkohlenbergbaus am 30. Juni 2012 begann eine neue Ära an der Saar. Statt Kohleförderung geht es seither darum, ehemaligen Bergbaustandorten neue Perspektiven zu eröffnen. „Das ist vielerorts bereits gelungen: Innovative Unternehmen siedeln sich auf Grubengelände an, neue Gewerbe- und Wohngebiete entstehen, Solar- und künftig auch Windparks produzieren statt schwarzer grüne Energie,“ verdeutlichte Peter Schrimpf. Die RAG trage auch in der Nachbergbauzeit weiterhin Verantwortung für die Region. Dazu zählten bergbauliche Altlasten wie Bergschäden, alte Stollen und Schächte oder oberflächennaher Abbau aus den Anfangszeiten. Um neue Perspektiven zu eröffnen, müssen zudem Schächte verfüllt, Flächen saniert, Tagesanlagen zurückgebaut, die Bergaufsicht beendet werden. Ein weiterer Baustein sei das Grubenwasserkonzept Saar zur Optimierung der Wasserhaltung.

Mit der neuen RAG-Repräsentanz an der Saar sei in einer denkmalgeschützten Maschinenhalle ein Ort der Kooperation und Kommunikation, der Begegnung und des Dialogs in Ensdorf entstanden. Das Saarpolygon stünde als weiteres Symbol der Veränderung und des Aufbruchs im Mittelpunkt der Feier, betonte Schrimpf. Das „kühne Projekt“ suche seinesgleichen weltweit. Erst die finanzielle Unterstützung des Saarlands, der RAG und RAG-Stiftung sowie die Spenden vieler Privatpersonen und Unternehmen hätten den Bau ermöglicht. Besonderen Dank entrichtete Schrimpf dem Förderverein BergbauErbeSaar für das herausragende Engagement zur Verwirklichung des Kunstwerks auf der 150 m hohen Halde.

Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer unterstrich, dass das Saarpolygon symbolisch für die Bergbaugeschichte des Lands und für einen kreativen Strukturwandel stünde. „Es soll uns immer an unsere Wurzeln erinnern, es soll uns aber auch auf dem Weg in die Zukunft begleiten. Ich danke allen, die an der Realisierung mitgewirkt haben. Ich wünsche mir, dass die Saarländerinnen und Saarländer dieses neue, begehbare Wahrzeichen annehmen werden,“ sagte Kramp-Karrenbauer.

Die RAG-Stiftung hat bereits sehr frühzeitig durch einen größeren Förderbetrag die Realisierung des Saarpolygons ermöglicht. Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied des Vorstands der RAG-Stiftung, zeigte sich ebenfalls beeindruckt: „Das Polygon ist im wahrsten Sinne vielseitig. Es steht nicht nur für das Erbe und die Leistungen der Bergleute, sondern es wird uns auch zukünftig an die noch anstehenden Aufgaben in dieser sich im Wandel befindenden Region erinnern. Die neue RAG-Repräsentanz wird dazu beitragen, einige dieser Aufgaben hier vor Ort anzugehen – als Ort des Austausches und der Vermittlung.“

Anke Rehlinger, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlands, betonte: „Der Bergbau hat unsere Gesellschaft geprägt und Werte geschaffen, die wir nicht aufgeben dürfen. Durch das Saarpolygon wird diese bergmännische Tradition weiterleben. Aber nicht nur das: Es ist nun unsere Aufgabe, diesen Ort nicht nur als ein Symbol für Tradition, sondern auch als ein starkes Zeichen für den Wandel und die Zukunftsfähigkeit des Saarlandes zu kommunizieren. Ich bin mir sicher, dass das Saarpolygon zu einem der Wahrzeichen unseres Landes avancieren wird.“ (RAG/Si.)

Online_Abonnement