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Fig. 1. Participants and leaders of the special seminar “Leading mine rescue teams” at the headquarters of the mining rescue service in Leipzig. // Bild 1. Teilnehmende und Durchführende des Sonderseminars „Oberführer von Grubenwehren“ der Hauptstelle für das Grubenrettungswesen in Leipzig. Photo/Foto: SMWA

Dulig: Rohstoffstandort Sachsen stärken und ausbauen

In einer Rede im Sächsischen Landtag zum Antrag der CDU-Fraktion und der SPD-Fraktion „Sachsen hebt seine Schätze – Rohstoffstrategie fortsetzen“ hat sich Wirtschaftsminister Martin Dulig für den weiteren Ausbau der sächsischen Rohstoffwirtschaft ausgesprochen. „Der Freistaat hat mit seiner Rohstoffstrategie bereits ein sichtbares Bekenntnis zum Rohstoffstandort Sachsen abgegeben. Unser Ziel ist es, insbesondere den Bereich der Rohstoffgewinnung und Sachsen als Standort der Rohstoffwirtschaft weiter zu stärken“, so der Minister. „Der über Jahrhunderte andauernde Erfolg des Bergbaus hat den Wohlstand Sachsens begründet. Wir wissen, Rohstoffgewinnung ist ein wichtiger Beitrag zur Wertschöpfung im Land.“

Die Rohstoffstrategie für Sachsen versteht sich dabei als Handlungswegweiser für eine zukunftsorientierte, am Grundsatz der Nachhaltigkeit ausgerichtete Rohstoffpolitik im Freistaat Sachsen. Eine Evaluierung mit den Akteuren der Rohstoffstrategie zum bisherigen Stand der Umsetzung zeigt, dass die Leitlinien und Ziele der sächsischen Rohstoffpolitik richtig gesetzt wurden und diese jetzt weiter verfolgt werden müssen.

Minister Dulig zog in seiner Rede auch Bilanz zur bisherigen Umsetzung bezogen auf die Aufarbeitung und die Bereitstellung der quantitativ und qualitativ einzigartigen geologischen und lagerstättenbezogenen Informationen im Rahmen des Projekts ROHSA 3 (Rohstoffe in Sachsen): „Wir sind bereits sehr gut vorangekommen. Seit 2013 wurden kontinuierlich analoge, zum großen Teil unveröffentlichte Dokumente aus den Archiven gesichtet, gescannt und datenbanktechnisch erfasst. Das erste Teilprojekt im mittleren Erzgebirge ist nahezu abgeschlossen. Dennoch sind erst 4 % der Fläche des Freistaats erfasst. Daher gilt es, in den nächsten Jahren weiterzumachen.“ Im Rahmen des Projekts wurden bis jetzt rd. 2,6 Mio. Archivseiten gescannt, 200 Erzbohrungen digitalisiert und ca. 70.000 geophysikalische sowie ca. 240.000 geochemische Daten datenbanktechnisch erfasst.

Die Sächsische Rohstoffstrategie ist aber nicht nur ROHSA. Es gilt besonders das sächsische Know-how in allen Bereichen der Montanwissenschaften zu stärken. Sächsische Experten aus Unternehmen, Consultern, Hochschulen, Instituten und Verwaltungen werden weltweit nachgefragt. Die internationale Zusammenarbeit zeigt, dass Sachsen als kompetenter Partner geschätzt und sächsisches Know-how im Ausland nachgefragt wird.

Sachsen beteiligt sich derzeit mit einem Projekt an der Umsetzung eines Pilotprogramms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit dem Ziel, die Kompetenzen und Erfahrungen der Bundesländer besser für die Entwicklungspolitik zu nutzen. Dadurch wird die Wirksamkeit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gesteigert, aber auch die internationalen wirtschaftlichen Beziehungen der Bundesländer werden weiter ausgebaut. Das von Sachsen und dem BMZ gemeinsam -finanzierte Kooperationsprojekt unterstützt die Zusammenarbeit des Freistaats mit dem Partnerland Mosambik im Bereich Bergbau. Hauptinhalt ist ein Weiterbildungsprogramm für Bergbausicherheit der Führungskräfte und Multiplikatoren des Ministeriums für Bergbau und Energie (MIREME) und der Generalinspektion Bergbau (IGREME) in Mosambik (Bild 1).

„Aufgrund des bereits jetzt feststellbaren Erfolgs werden wir das Projekt auch in den nächsten Jahren weiterführen,“ sagte Minister Dulig. „Insbesondere die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften in den Disziplinen der Rohstoffwirtschaft ist eine traditionelle Stärke der sächsischen Bildungslandschaft besonders in Freiberg. Daher gilt es, die Ausbildung der Fachkräfte von morgen bereits heute sicherzustellen und zu gewährleisten, dass Fachkräfte auf allen Ebenen zur Verfügung stehen.“

Dulig verwies in seiner Rede auch darauf, dass die Rohstoffwirtschaft erheblich zur Wertschöpfung in Deutschland beitrage. Wichtige Voraussetzung dafür sei auch eine Akzeptanz der Rohstoffwirtschaft in allen gesellschaftlichen Bereichen. „Deshalb müssen wir uns gemeinsam für ein stärkeres Rohstoffbewusstsein in allen Teilen der Gesellschaft einsetzen. Die Rohstoffwirtschaft schafft Arbeitsplätze und damit soziale Sicherheit. Der hohe Technologiestandard in Deutschland ist Garant dafür, dass Rohstoffwirtschaft in Deutschland umweltschonend organisiert werden kann.“ (SMWA/Si.)

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