Liebherr

  • Intelligente Assistenzsysteme und digitale Lösungen: Liebherr macht den nächsten Schritt zur vernetzten Baustelle und Bergwerk

    Ob auf der Baustelle, im Steinbruch oder im Bergbau: Sicherheitsanforderungen und der Bedarf nach höherer Produktivität nehmen weiterhin zu. Liebherr begegnet diesen Anforderungen mit vernetzten Assistenzsystemen und digitalen Lösungen, die Maschinenbedienende gezielt und hilfreich zur Seite stehen sowie Arbeitsabläufe, Wartung und Flottenmanagement optimieren. Im Technologie-Pavillon auf dem Liebherr-Messestand der steinexpo in A27 führen Experten den Besuchenden diese Technologien vor.

    Mehr Präzision und Effizienz im täglichen Einsatz

    Intelligente Assistenzsysteme entlasten Maschinenbedienende bei wiederkehrenden Aufgaben und unterstützen eine exakte Ausführung von Arbeitsprozessen. Für eine höhere Genauigkeit bei Erdbewegungsarbeiten kommen 2D- und 3D-Maschinensteuerungen zum Einsatz, die Bedienende bei präzisen Aushub- und Planierarbeiten assistieren. Automatikfunktionen wie der Bucket Filling Assist (BFA) helfen beim Beladen von Material. Das System ist für Liebherr-Raupenbagger der Generation 8 verfügbar und automatisiert das Eindringen in das Haufwerk, um gleichmäßige Füllgrade, optimierte Ladezyklen und Hubgerüstfunktionen für effizientere Materialumschläge zu erzielen.

     

     

    Ergänzt wird das Portfolio durch die Liebherr-Wiegeeinrichtung – jeweils mit spezifischen Funktionen für knickgelenkte Muldenkipper sowie für Radlader − die im Materialumschlag und in Steinbrüchen eine präzise Beladung von Transportfahrzeugen ermöglichen. Über- und Unterladungen werden vermieden, wodurch Transportprozesse produktiver gestaltet werden können. Gleichzeitig erhöhen intelligente Funktionen wie die adaptive Arbeitsbeleuchtung oder das integrierte Reifendrucküberwachungssystem für Radlader den Bedienkomfort und tragen zu einem wirtschaftlichen Maschinenbetrieb bei.

    Erhöhte Sicherheit im täglichen Betrieb

    Sicherheit ist ein wesentlicher Treiber der technologischen Entwicklung bei Liebherr. Die aktive Personenerkennung mit Bremsassistent erkennt Personen und bewegliche Hindernisse im Arbeitsumfeld des Radladers. So werden potenzielle Gefahren, insbesondere auf engen Baustellen und im Bergbau, frühzeitig erkannt und das Bedienpersonal mittels akustischer und visueller Signale gewarnt. Liebherr zeigt diese Technologie sowohl im Pavillon als auch im Einsatz bei den Liebherr-XPower-Radladern.

    Das Kamerasystem Skyview 360° ermöglicht mit mehreren Kameras eine Rundumsicht um den Radlader und reduziert tote Winkel deutlich. In Kombination mit der aktiven Personenerkennung erhöht das System die Sicherheit im Steinbruch- und Baustelleneinsatz. Ebenfalls auf Sicherheit und Effizienz ausgerichtet sind die OAS-Assistenzsysteme bei den Liebherr-Planierraupen. Mit Funktionen unterschiedlicher Automatisierungsgrade unterstützen sie Maschinenbedienende bei anspruchsvollen Arbeitsaufgaben und bilden zugleich die Grundlage für zukünftige innovative Anwendungen.

    Digitalisierung und Vernetzung: von Fahrerkabine bis mobiler Trainingslösung

    Auch die Bedienung wird konsequent weiterentwickelt. Mit dem Bedienkonzept INTUSI vereinfacht Liebherr die Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Das adaptive und intuitiv gestaltete System bündelt Assistenzfunktionen und Maschinendaten auf einer zentralen Benutzeroberfläche und wird schrittweise in verschiedene Maschinen integriert. Zudem zeigen innovative Konzepte für die Interaktion zwischen Mensch und Maschine, wie sich die Arbeitsplätze der Zukunft verändern können. Dazu gehören Lösungen mit Joysticklenkung und Kabinen ohne klassisches Lenkrad, die den Bedienkomfort erhöhen und eine moderne, ergonomische Arbeitsumgebung schaffen.

    Der Liebherr-Simulator macht moderne Maschinentechnologie unmittelbar erlebbar. Besucherinnen und Besucher können am Simulator typische Arbeitseinsätze unter realistischen Bedingungen erfahren. Die mobile Trainingslösung kombiniert originale Bedienelemente von Erdbewegungsmaschinen mit einer realitätsnahen Darstellung der Arbeitsumgebung. Gleichzeitig verdeutlicht die Lösung die Vorteile einer praxisnahen und sicheren Fahrerschulung.

    Digitale Services für mehr Effizienz im Maschinenbetrieb

    Digitale Lösungen wie MyLiebherr Maintenance und Performance, die MyAssistant App und IoMine machen Informationen zugänglich und sorgen für mehr Transparenz über Maschinenzustände, Wartungsbedarfe und Flottenleistungen. MyLiebherr Maintenance bündelt Maschinenzustände, Wartungen und Servicehistorien zentral. Durch die Verknüpfung mit digitalen Lösungen wie MyAssistant lassen sich Probleme frühzeitig erkennen und Wartungen präziser planen. MyLiebherr Performance liefert Leistungs- und Verbrauchsdaten zur Optimierung von Auslastung und Betriebskosten.

    Data View, das Teil des IoMine Maintain Portfolios ist, ermöglicht den direkten Vergleich von Zustand und Leistung aller Maschinen eines Fuhrparks mittels übersichtlicher Analysen. Basis dafür sind Daten aus Maschinenereignissen und Liebherr-Assistenzsystemen. Die Anwendungen leisten Kunden wertvolle und ganzheitliche Unterstützung, um Stillstandzeiten zu reduzieren, Wartungen gezielt durchzuführen und die Verfügbarkeit ihrer Maschinen zu erhöhen.

    Ergänzt wird das Angebot durch LiDIAG Customer, das Diagnosedaten direkt verfügbar macht und Serviceprozesse beschleunigt − von der Fehlersuche über das Auslesen von Maschinenparametern bis hin zu Software-Updates und Hydraulikeinstellungen.

    Technologie für die Baustelle von morgen

    Mit intelligenten Assistenzsystemen, digitalen Services und vernetzen Maschinen zeigt Liebherr, wie sich Sicherheit, Produktivität und Maschinenverfügbarkeit bereits heute auf der Baustelle, im Steinbruch und in der Mine gezielt verbessern lassen. Die Technologien verdeutlichen das Potenzial von Digitalisierung und Automatisierung für den effizienten Einsatz moderner Maschinen. Auf der steinexpo 2026 werden diese Entwicklungen im Technologie-Pavillon und im Maschineneinsatz erlebbar.

    Weitere Informationen:
    Liebherr-International AG
    www.liebherr.com

  • Liebherr Miningbagger R 9200

    Die Eisenerzmine Beeshoek befindet sich etwa 65 km südlich der Khumani-Eisenerzmine, dem Flaggschiff von Assmang, nahe der Stadt Postmasburg in der nördlichen Kap-Provinz von Südafrika. Beeshoek besteht aus fünf Tagebauanlagen mit einer Produktionsleistung von etwa 3,4 Mio. t/a. Die Mine wird gemeinsam von ARM Ferrous (einer Tochtergesellschaft von African Rainbow Minerals) und Assore durch das Gemeinschaftsunternehmen Assmang betrieben. Beeshoek fördert dabei selbst, vergibt aber auch einen geringeren Anteil des Förderbedarfs über Anlagen- und Mietverträge an die in Südafrika ansässige Firma Basil Read weiter. Dieses Unternehmen beschäftigt sich mit Tagebau, Tiefbauprojekten, Straßenbau, Bauausführungen, gemischter Siedlungsarchitektur, Grundstückserschließungen und entsprechenden Dienstleistungen, und zählt in diesem Zusammenhang zu den Hauptkunden von Liebherr. Seit 2015 hält Basil Read eine Flotte von nicht weniger als 20 Miningbaggern von Liebherr, von denen fünf Einheiten in der Beeshoek-Mine zum Einsatz kommen. Zur Einhaltung der ehrgeizigen Abbauziele von Assmang, und im Rahmen eines vereinbarten Vorserien-Abkommens mit Liebherr – Mining Equipment Colmar SAS, Colmar/Frankreich, war Basil Read das erste Unternehmen, das den neuen R 9200 bereits im Februar 2015 zum Einsatz brachte. Da diese Maschine hervorragende Leistungen erbringt, und die ersten Feldversuche problemlos bestanden hat, entschloss sich schließlich nicht Basil Read, sondern Beeshoek zum Kauf der Maschine.

    Im Rahmen der Feldversuche lag die beobachtete Verfügbarkeit des in Beeshoek eingesetzten R 9200 über 90 %. Die Maschine wurde für eine einfache und rasche Wartung ausgelegt. Ihre Wartungsklappe ist vom Boden aus zugänglich und bietet so einen direkten Zugang zum Nachfüllen von Kraftstoff, Motoröl, Fett und Hydrauliköl. Sie ist standardgemäß mit Wiggins-Schnellkupplungen ausgestattet, damit das Nachfüllen dieser Flüssigkeiten rascher von der Hand geht, und Ausfallzeiten der Maschine auf ein Minimum beschränkt werden. Dazu sind alle relevanten Wartungspunkte an einer Stelle zusammengefasst, und von der zentralen ebenen Wartungsplattform aus erreichbar; alle Systeme und konstruktiven Lösungen sind einfach und zugänglich gestaltet, um die Wartung zu erleichtern. Alle diese Funktionen ermöglichen eine rasche Wartung, mit einer Wartungsdauer, die auf ein Minimum beschränkt wird. Die hohe Verfügbarkeit des R 9200 ist auch dank der Kraftstoffautonomie von 30 h in der Standardkonfiguration, sowie dank des geringen Kraftstoffverbrauchs möglich.

    Der R 9200 wurde entwickelt, um den hohen Ansprüchen der Bergbauindustrie gerecht zu werden. Zusätzlich zur Integration von Bauteilen, die von Liebherr selbst konstruiert wurden, ist das Design des R 9200 von den größeren, bereits bewährten Baggern von Liebherr und den neuen Techniken der neuen Bagger-Generation inspiriert. Das Fahrgestell arbeitet mit dem „Hook & Key” System mit horizontaler Verschraubung zum Verbinden der Seitenrahmen mit dem Mittelstück für höchste Verwindungssteifigkeit und es ist mit strapazierfähigen Steinschlag-Schutzvorrichtungen ausgestattet, um eventuellen Unfallschäden vorzubeugen. Zur Unterstützung der Hydraulikkomponenten und für die nachhaltige Effizienz des Dieselmotors sind im R 9200 Bagger zahlreiche hochentwickelte Funktionen verbaut, um eine bedarfsorientierte Kühlung der Systeme zu gewährleisten und eine Überhitzung zu vermeiden. Dies ist unter den extremen Bedingungen von Beeshoek von besonderem Vorteil, da die Temperaturen hier nicht selten 50 °C übersteigen.

    Der R 9200 wird von einem einzigen Cummins QSK38 Dieselmotor angetrieben, der eine Brutto-Leistung von 810 kW zu bieten hat. Der R 9200 bietet einen optimalen Ausgleich zwischen Energieverbrauch und Leistungsabgabe, wodurch die gesamte Netto-leistung für den Arbeitsprozess zur Verfügung steht. Er ist mit dem Liebherr-patentierten Litronic Plus-System für intelligente Leistungsüberwachung ausgestattet, das in Kombination mit einem geschlossenen hydraulischen Schwenkkreis (einzigartig in der 200 t-Klasse) in Beeshoek extrem schnelle Arbeitszyklen von 23 s ermöglicht. Der R 9200 Bagger von Basil Read ist mit einer 10 m3 XHD-Schaufel zum Laden von Material mit einer losen Dichte von 2,3 t/-m3 ausgestattet und belädt damit 100 t-Muldenkipper in nur fünf Arbeitsgängen (Bild 1). Eine in Beeshoek durchgeführte Leistungsstudie hat gezeigt, dass der R 9200 eine durchschnittliche Produktionsleistung von 1.850 t/h erbringen kann.

    Further informations/Weitere Informationen:
    Liebherr – Mining Equipment Colmar SAS
    www.liebherr.com

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