Kurznachrichten 2026

THGA entwickelt Hochschulstruktur weiter und stellt Governance neu auf

Die TH Georg Agricola (THGA), Bochum, richtet ihre Hochschulstruktur neu aus und hat dafür in der Hochschulwahlversammlung am 20. Mai 2026 zwei neue akademische Vizepräsidenten sowie die Leitung des Forschungszentrums Nachbergbau (FZN) gewählt.

Gewählt wurden Prof. Ludger Rattmann als Vizepräsident für Studium und Lehre sowie Prof. Michael Prange als Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Transfer. Als Leitung des FZN wurde Prof. Christian Melchers bestätigt.

Mit dieser Wahl startet die THGA einen umfassenden Organisationsentwicklungsprozess, mit dem Leitungsstrukturen und Entscheidungswege der Hochschule neu aufgestellt werden. Als einzige Ingenieurhochschule im Ruhrgebiet, verbindet die THGA eine lange Tradition in der Vermittlung ingenieurwissenschaftlichen Know-Hows mit einem klaren Fokus auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Energiewende oder Klimawandel.

Bislang waren die akademischen Vizepräsidenten der Hochschule gleichzeitig für die Leitung der Wissenschaftsbereiche verantwortlich. Künftig sollen diese Rollen organisatorisch voneinander getrennt werden. Zugleich wird das Präsidium verschlankt: Statt bisher drei wird die Hochschule künftig mit zwei akademischen Vizepräsidenten arbeiten. Die THGA verbindet damit das Ziel, strategische Steuerung, Governance und operative Verantwortung klarer voneinander zu trennen.

„Die THGA stellt mit diesen Entscheidungen wichtige Weichen für ihre weitere Entwicklung. Der Hochschulrat begrüßt ausdrücklich, dass die Hochschule ihre Strukturen weiterentwickelt und zugleich die wissenschaftliche Profilbildung rund um Georessourcen, Nachbergbau und Transformation konsequent stärkt“, erklärt Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorsitzende des Hochschulrats und Vorstandsmitglied der RAG-Stiftung.

„Ich freue mich sehr, dass wir diesen wichtigen Entwicklungsprozess für die THGA nun gemeinsam starten können. Den gewählten Vizepräsidenten gratuliere ich herzlich und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit“, sagt THGA-Präsidentin Prof. Susanne Lengyel, „Gleichzeitig danke ich Prof. Michael Bendrat, der das Amt des Vizepräsidenten über viele Jahre mit großem Engagement ausgeübt hat, ausdrücklich für seinen außergewöhnlichen Einsatz für unsere Hochschule. Er hat wesentlich dazu beigetragen, dass unsere praxisorientierte Ingenieurausbildung bei Unternehmen und Partnern einen ausgezeichneten Ruf genießt.“
In einer Übergangsphase übernehmen die beiden neu gewählten Vizepräsidenten weiterhin zusätzlich die Leitung von je einem Wissenschaftsbereich. Im Sommer 2026 wird die erste eigenständige Wissenschaftsbereichsleitung gewählt. Bis spätestens 2029 sollen alle Wissenschaftsbereiche unabhängig vom Präsidium geführt werden. Ziel ist es, die fachlichen Bereiche organisatorisch zu stärken, Entscheidungsprozesse klarer zu strukturieren und mehr Partizipation innerhalb der Hochschule zu ermöglichen.

Auch das Forschungszentrum Nachbergbau der THGA befindet sich in einem Veränderungsprozess: Die Einrichtung wird bis 2028 zum Transformationszentrum für Georessourcen und Ökologie (TGÖ) weiterentwickelt. Ziel ist es, die Forschungsaktivitäten der THGA in den Bereichen Georessourcen, Nachbergbau, Umwelt und Transformation strategisch auszubauen und die interdisziplinäre Forschung in den Fokus zu rücken.

Die THGA reagiert mit beiden Entwicklungsprozessen auf die wachsenden Anforderungen an Hochschulen in den Bereichen Forschungstransfer und moderne Hochschulgovernance. Sie sieht darin wichtige Voraussetzungen, um ihre Position als praxisorientierte Ingenieurhochschule im Ruhrgebiet langfristig weiterzuentwickeln. (THGA/MRG)

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