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Fig. 1. Illustration of CS550 in the quarry. // Bild 1. Ansicht des CS550 im Steinbruch. Photo/Foto: Sandvik

Kompromisslose Sekundärzerkleinerung

Der Steinbruch bei Büdingen-Rinderbügen im Wetteraukreis liefert seit dem Jahr 1963 den für die Vogelsberger Landschaft typischen Basalt. Gewonnen und zu Schotter, Splitt, Edelsplitt sowie Brechsanden verarbeitet wird er aktuell von der Vogelsberger Basaltwerk GmbH & Co. KG (VBW), einem Unternehmen der Dressler Verwaltungsgesellschaft mbH. Die von Fritz und Klaus Dressler geführte Gruppe gilt als gute Adresse für Bauplanung, Hoch- und Straßenbau sowie Ausbau und hat sich mit der Rohstofftochter VBW unter dem Slogan „Der Ursprung des Bauens“ auch in der Baustoffproduktion Wertschöpfung gesichert. Die Basaltkörnungen fließen in die eigene Baustoffproduktion und decken darüber hinaus den regionalen Bedarf zahlreicher Fremdabnehmer.

Seit Jahresbeginn 2016 ist Bernd Krempel als Mitgeschäftsführer bei Dressler im Boot. Eine seiner wichtigsten Aufgaben besteht darin, den bestehenden Prozess im Basaltwerk laufend zu optimieren. Ein Brechertausch in der Sekundärstufe – seit dem Jahr 1984 durch einen Kegelbrecher Svedala1650 repräsentiert – war der erste Schritt des vorgesehenen Modernisierungsprogramms im Sinne höherer Kapazität und Produktqualität. Stets zufrieden mit dem Sandvik-Service und der Beratung über den gesamten Lebenszyklus des alten Svedala-Brechers hinweg, favorisierten die Entscheider den Ersatz durch einen Hydrocone der Sandvik CH-Serie, wohl wissend, dass diese Entscheidung auch Auswirkungen auf die Fahrweise ihres Vorbrechers haben würde. Am Ende kam es anders, denn genau zur rechten Zeit für VBW wurde einer noch besser zur geforderten Aufgabenstellung passenden Sandvik-Innovation die Marktreife bescheinigt.

Eine absolute Neuheit zu empfehlen – und zu kaufen, setzt belastbares gegenseitiges Vertrauen voraus. Da es daran zwischen dem Beratungspartner und Brecherspezialisten für stationäre Anlagen, Hubertus Kirschbaum aus dem Sales Team der Geschäftseinheit Sandvik Mining & Rock Technology in Essen und den Verantwortlichen bei VBW nicht mangelt, traf die Information ins Schwarze. Bereits die Ergebnisse der in schwedischen Steinbrüchen getesteten Vorserienmodelle des neuen Sandvik-Brechers CS550 sprachen für sich. Dieser jüngste, innovative Kegelbrecher aus der 500er-Brecher-Reihe ergänzt nicht nur die beiden Modelle Sandvik CH550 und CH540, sondern empfiehlt sich als speziell für die Gesteinsaufbereitung optimierte Neuheit auch als Alternative im bisherigen Revier des CH660. Dazu nutzt der Sandvik CS550 viele Komponenten des CH-Systems, erzeugt gleichzeitig aber einen höheren Druck, arbeitet präzise, verfügt über wartungsfreundliche Sicherheitsfeatures – und reagiert weniger sensibel im Bereich der Materialaufgabe als beispielsweise Sekundärbrecher der CH-Serie. Der völlig neu durchdachte Brechraum der zuverlässigen Hochleistungsmaschine für Sekundärbrechstufen mit hoher Zerkleinerungsrate, setzt auf eine Kombination aus Flach- und Steilkegel, die wesentlich für das erwünschte Qualitätsplus in der Sekundärbrechstufe verantwortlich zeichnet. Um den Ansprüchen einer möglichst breiten Anwenderschaft entgegenzukommen, wird der Brecher in der Version C (Course) für die Aufnahme von Material bis 350 mm sowie EC (Extra Course) bis 430 mm Kantenlänge konfektioniert.

Eine Möglichkeit zur gründlichen Inaugenscheinnahme des neuen Brechermodells ergab sich für die potentiellen deutschen Premierenkunden bei einem Sandvik-Kundenevent im September 2016. Der Brecher wurde beauftragt, im schwedischen Sandvik-Werk in Svedala gefertigt und im Februar 2017 als Nr. 5 der CS550er-Serie in der zur Aufgabe passenden „Brechraumversion C“ an Stelle seines in die Jahre gekommenen Vorgängers bei VBW installiert (Bild 1).

Dass der CS550 in der Sekundärstufe bei VBW eine sinnvolle Alternative zur CH-Serie ist, zeigte sich im Einsatz sehr schnell. Zügig schluckt die Aufgabeöffnung C, angepasst an den Backenbrecher in der Primärstufe, das vorgebrochene Material mit 250 bis 350 mm Kantenlänge und bietet so die Voraussetzung, bei hoher Zerkleinerungsrate und ausgezeichneter Form des Endprodukts große Mengen an Endkörnung bereits in der Sekundärstufe zu produzieren. Im Moment werden zwischen 250 bis 300 t/h Material scheinbar mühelos auf die Zielkörnung 0/56 mm gebrochen, wobei der Anteil der bevorzugt gewünschten Körnung < 32 mm bei etwa 80 % liegt. Das breite Spektrum an realisierbaren Spaltweiten und einstellbaren Brechhüben von 24/28/32, 32/36/40 oder auch 40/44/48 mm sorgt – falls erforderlich – auch in Zukunft für Flexibilität in der Aufbereitung. Positiv auffällig im Vergleich zum alten Brecher ist dabei der deutlich geringere Fülleranteil. Ebenso hält der Sandvik CS550 C die VBW-Vorgabe in Sachen Überkorn > 32/X ein.

Insgesamt ermöglicht die neue Sekundärbrechstufe also einen effizienteren Prozess bei deutlich weniger Umlauflast und Entlastung der Tertiärstufe. So bleibt den Betreibern am Ende mehr Zeit für die Qualitätssteuerung der Produktschiene. Genau das war ein wesentlicher Teil des Modernisierungsplans.

Further information/Weitere Informationen:
Sandvik Mining and Construction
Central Europe GmbH
www.sandvik.com

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