RAG setzt Grubenwasserkonzept im Saarland um: Pumpbetrieb in Reden wird eingestellt
Die RAG Aktiengesellschaft (RAG), Essen, stellt Anfang Mai den Pumpbetrieb der Wasserhaltung am Standort Reden ein. Der Schritt ist Bestandteil des Grubenwasserkonzeptes für das Saarland und folgt auf die bereits Ende 2025 umgesetzte Abschaltung der Pumpen am Standort Duhamel. Mit dem kontrollierten Anstieg des Grubenwassers setzt die RAG ihren langfristigen Auftrag als Nachbergbauunternehmen konsequent um.
Nachbergbau als gesellschaftliche Verantwortung
„Der Umgang mit dem Grubenwasser ist eine zentrale Aufgabe des Nachbergbaus und Teil unserer dauerhaften Verantwortung im Saarland“, sagt der Vorstandsvorsitzende der RAG, Michael Kalthoff. „Mit der Umsetzung des Grubenwasserkonzepts sorgen wir für eine dauerhaft sichere Steuerung der Grubenwasserhaltung, entlasten Umwelt und Gewässer und schaffen verlässliche Rahmenbedingungen für die Region.“
Der Anstieg des Grubenwassers erfolgt auf Grundlage eines rechtskräftigen Planfeststellungsbeschlusses und unter Aufsicht der zuständigen Behörden. Ziel ist es, die Grubenwasserhaltung dauerhaft sicher, ressourcenschonend und beherrschbar zu organisieren. Der Standort Reden bleibt als Sicherungsstandort erhalten und ermöglicht bei Bedarf zusätzliche Eingriffsmöglichkeiten in das Grubenwassersystem.
„Der Grubenwasseranstieg wird eng begleitet und umfassend überwacht“, sagt Joachim Löchte, Vorstand Technik der RAG. „Das Integrale Monitoring ermöglicht es uns, den Anstieg kontrolliert zu steuern, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und die Sicherheit von System, Umwelt und Trinkwasser jederzeit zu gewährleisten.“

Grubenwasserkonzept für Mensch und Umwelt
Der kontrollierte Anstieg des Grubenwassers ist ein zentraler Baustein des Grubenwasserkonzepts der RAG. Er trägt dazu bei, Oberflächengewässer in der Region zu entlasten und den Energieeinsatz in der Wasserhaltung langfristig zu reduzieren. Durch die Zusammenführung der untertägigen Wasserströme wird Grubenwasser an weniger Stellen an die Oberfläche gefördert. Dadurch werden Gewässer wie die Saar und ihre Nebengewässer nachhaltig geschont und ökologische Entwicklungsprozesse unterstützt. Fachgutachten bewerten die mit dem Prozess verbundenen Risiken als gering. Der Schutz von Menschen und Umwelt – insbesondere des Grundwassers und der Trinkwasserversorgung – hat dabei höchste Priorität. Das Grubenwasser verbleibt dauerhaft weit unterhalb der trinkwasserführenden Schichten.
Die Wahrscheinlichkeit für Bergschäden im Zusammenhang mit dem Grubenwasseranstieg wird von Gutachtern als sehr gering eingeschätzt – Bergschadensmeldungen werden auf Basis transparenter und gesetzlich geregelter Verfahren geprüft und bearbeitet. Weitere Informationen und Kontakte: www.rag.de/loesungen/bergschaeden.
Grubenwassermanagement als Ewigkeitsaufgabe
Mit der Umsetzung des Grubenwasserkonzepts kommt die RAG ihrem Auftrag im Nachbergbau nach. Die Regulierung des Grubenwassers ist eine langfristige Aufgabe, die auch über Generationen hinweg Verantwortung erfordert. Der Schritt in Reden ist Teil der umfassenden Ewigkeitsaufgaben der RAG, bei der Sicherheit, Umwelt- und Gewässerschutz im Mittelpunkt stehen.
Weitere Informationen zum Grubenwasserkonzept und zum Monitoring im Saarland sowie FAQ finden Sie unter: www.rag.de/wasserhaltung-saar.

